Am kommenden Samstag um 19.30 Uhr werden die 1.Regionalliga Basketballer der TSH ihren ewigen Lokalrivalen, die Ansbach Piranhas, in der heimischen Sporthalle des Gymnasiums empfangen. In den vergangen zwei Jahren trafen die beiden mittelfränkischen Teams vier Mal aufeinander und kein einziges Mal konnten die Lonaghorns erfolgreich vom Feld gehen. Allerdings fiel nur eine Niederlage mit mehr als 10 Punkten aus, im Gegenteil im Pokal ging es in die Verlängerung und gleich drei Mal war die Differenz nicht größer als fünf Punkte.
Das Hinspiel endete 78:67, hätte jedoch auch anders herum ausgehen können, denn vor den letzten zehn Spielminuten lagen die Herzogenauracher nur mit einem Punkt im Rückstand und nur durch einige unglückliche Entscheidungen der Aurachstädter konnten sich die Ansbacher zwei Minuten vor Schluss so deutlich absetzen. In der Tabelle sieht der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften größer aus, als er tatsächlich ist. Die Piranhas belegen hier den zweiten Tabellenplatz mit 11:4 - Siegen, während die Longhorns auf dem zwölften Rang hofieren und 5:10 - Siege auf dem Konto haben.
" Diesmal ist die Zeit einfach reif, endlich gegen Ansbach zu gewinnen. WIr hatten sie vor zwei Jahren zu Hause in der Verlängerung, letztes Jahr haben sie in der Schlussminute das Spiel gedreht, aber diesmal sind wir reifer und sie noch älter. Wir sind bis unter die Haarspitzen motiviert und wollen unbedingt den sechsten Saisonerfolg. Vor unserer heimischen Kulisse haben wir in dieser Saison schon etwaige großartige Spiele geliefert und spielen wir diesmal auch wieder am oberen Limit, sehen wir durchaus gute Chancen das Spiel zu gewinnen." So das Trainerduo Peter Simon und Angelos Plantzas zum Spiel.
Und ein soeben genannter Punkt könnte wirklich entscheidend werden. Denn die Ansbacher sind mit Abstand die älteste Mannschaft in der Liga, was einerseits ihr Nachteil ist, andererseits ihr Vorteil. Zum Nachteil gerät ihnen sicherlich das niedriger gewordene Tempo mit dem die Piranhas ihre Spiele bestreiten. Die ehemaligen Erst- und Zweitligaspieler , wie Dean Jenko, Goran Petrovic oder der ehemalige Herzogenauacher Karim Aw haben längst die 30er Grenze überschritten, so sind Aw und Jenko sogar schon über 40 Jahre und zahlen dafür immer mehr körperlichen Tribut. Allerdings hat ein Spieler wie Karim Aw mehr Regionalliga- und Bundesligaspiele auf dem Konto, wie die dreiviertelste Herzogenauracher Mannschaft und so drieft die Ansbacher Mannschaft vor Erfahrung. Deshalb machen sie auch kaum Fehler, jeder Spieler weiß genau, was er wann wie zu tun hat und macht der Gegner mal einen Fehler, wird dieser eiskalt ausgenutzt. Dies tun vor allem Goran Petrovic, der 20,5 Punkte pro Partie erzielt und im Spielaufbau zu Hause ist und Mathias Meinel, der 19,7 Punkte auflegt und unter dem Korb für Gefahr sorgt. Dazu kann eigentlich jeder in der Ansbacher Rotation an einem guten Tag zweistellig punkten und so sind die Ansbacher wohl das am schwersten zu berechnende Team in der gesamten Liga.
Somit wird für die Herzogenauracher entscheidend sein, dass sie ihre Ballverluste niedrig halten und den Rebound kontrollieren. Alle Longhorns sind einsatzbereit und haben die Woche gut trainiert. Dabei wurde vor allem das Hauptaugenmerk auf die Bewegung ohne Ball gelegt, sodass die Ansbacher Verteidigung es schwerer haben wird, sich auf den Herzogenauracher Angriff einzustellen.
