herzogenaurach longhornsAm kommenden Samstag wird den Zuschauern um 19.30 Uhr in der Sporthalle des Gymnasiums eine spezielle Art des Basketballs geboten werden. Denn bei den 1.Regionalliga Basketballern der TSH werden die Rattelsdorf Independents zu Gast sein. Die Oberfranken spielen einen Basketballstil, der in Deutschland wohl nur einmal praktiziert wird. Dies sieht Folgendermaßen aus. Im Angriff wird versucht, so schnell wie irgend möglich abzuschließen, am besten innerhalb von sieben Sekunden, vorzugsweise per Dreier. Im Anschluss wird über das ganze Feld gepresst und auf Ballgewinn gespielt. Bevor ein gegnerischer Angriff zu lange dauert, wird selbst ein freier Korbleger hingenommen, denn das Hauptziel des Systems ist es, den Gegner müde zu machen. Selbst wechseln die Rattelsdorfer nämlich minütlich und in großen Blöcken von drei bis fünf Spielern, sodass sie jederzeit mit hundert Prozent Engagement zur Sachen gehen können. Die Folge aus dieser Art Basketball zu spielen ist, dass jede Menge Punkte fallen. Durchschnittlich erzielen die Rattelsdorfer 93,3 Punkte pro Spiel, während sie 99,8 Punkte hinnehmen müssen. Die Longhorns erzielen zum Vergleich nur 66,7 Punkte im Schnitt und bekommen70,8 Punkte eingeschenkt.

Somit treffen zwei völlig unterschiedlich Ideen von Basketball aufeinander. Die TSH ist eher auf eine stabile Verteidigung konzentriert und versucht mit strukturierten Systembasketball zum Erfolg zu kommen. Die Rattelsdorfer probieren ihr Glück nach der Methode „ Die Mannschaft, die am Ende einen Punkt mehr erzielt hat, gewinnt." Es wird interessant werden, welches Konzept sich in dieser Saison durchsetzen wird. In der Vorsaison gewann jeweils die Auswärtsmannschaft die Partie und auch diesmal gibt es keinen klaren Favoriten. Die Rattelsdorfer haben eine Bilanz von 4:6 – Siegen, sind damit Tabellenachter. Die Longhorns weisen einen Sieg weniger auf, haben 3:7 - Siegen und belegen den zwölften Rang.

 

Drei Spieler sind als die Eckpfeiler des Rattelsdorfers Spiels anzusehen. Vorne weg der bärenstarke US-Amerikaner Webster Moreland, der 23,5 Punkte pro Partie erzielt und „der Spieler" im oberfränkischen Ensemble ist. Unterstützung findet er hauptsächlich in den Rattelsdorfern Eigengewächsen Peter Reh und Maximillian Neundorfer. Sie scoren durchschnittlich 15,4 bzw. 12,6 Punkte und organisieren zusammen mit Moreland den Spielaufbau. Dabei ist Neundorfer mit knapp zwei Metern ein sehr großer Aufbau-/Flügelspieler, der aber aufgrund seiner Wendigkeit dennoch die Position adäquat ausfüllen kann.

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Die Herzogenauracher werden am kommenden Wochenende komplett in die Partie gehen. Alle Spieler wollen nach den vergangenen beiden Niederlagen endlich wieder gewinnen und so wurde in dieser Woche so hart trainiert, wie schon seit längerer Zeit nicht mehr.

„Rattelsdorf ist definitiv ein schlagbarer, aber auch ein unangenehmer Gegner. Mit ihrer Art zu spielen, können sie innerhalb zwei Minuten zehn Punkte aufholen oder verlieren. Entscheidend wird sein, dass wir stets höchst fokussiert bleiben und uns nicht durch die Hektik der Rattelsdorfer verrückt machen lassen. Daran haben wir die Woche gearbeitet und wir sind guter Dinge, dass wir den vierten Saisonerfolg einfahren werden." So das Trainergespann Plantzas/Simon zum Spiel.