... heißt es für die 1.Regionalliga Basketballer der TSH am kommenden Samstag. Denn wenn sie um 19.30 Uhr auf die Ansbach Piranhas in deren Heimspielstätte dem Theresiengymnasium treffen, findet ein rein mittelfränkisches Duell statt. Seit Jahren weist dieses Derby ein ähnliches Szenarien auf. Die TSH kämpft leidenschaftlich, spielt gut und hält das Spiel knapp und am Ende gewinnen die routinierteren Ansbacher. So befinden sich folglich die Bezirkshauptstädter in der Favoritenrolle, und auch die Tabellensituation bestätigt dies. Denn die Piranhas belegen momentan den zweiten Tabellenplatz mit 2:1 – Siegen, während sich die Longhorns mit 1:2 – Siegen auf dem elften Rang festgesetzt haben.
Aber diesmal wollen die Mannen um das Trainerduo Peter Simon und Angelos Plantzas für die Wende sorgen. „Wir haben die Ansbacher in der Vorbereitung geschlagen und wir kennen ihr Spiel in- und auswendig. Ihr frühere Vorteil der größeren Erfahrung gerät ihnen immer mehr zum Nachteil, da sie aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters in Sachen Athletik verstärkt einbüßen. Wir hingegen sind momentan in einer starken körperlich Verfassung, haben im letzten Jahr viel dazugelernt und werden alles dafür tun, dass wir diesmal als Sieger das Feld verlassen."
Der Ansbacher Spielerkern ist seit Jahren derselbe. Das Spiel gestalten Dean Jenko und Goran Petrovic in perfekter spielerischer Harmonie, Nico Probst gibt den Scharfschützen und Mathias Meinel ist der Punktegarant unter dem Korb. Mit Karim Aw und Joel Nganko haben sie zwei weitere mächtige Spieler auf der Centerposition, die vor allem in der Defensive Akzente setzen können. Jeder Akteur weiß genau, was er tun oder zu lassen hat. Somit ist denn auch die Offensive das Prunkstück im Spiel der Piranhas. 82 Punkte erzielen sie durchschnittlich pro Spiel, die Herzogenauracher im Gegensatz lediglich rund 62. Für das Publikum sollte vor allem das schöne Teamplay der Ansbacher von Interesse sein, da es nahezu einmalig in der Liga ist. Doch bei all dem offensiven Lob, gibt es auch natürlich auch irgendwo einen Haken. Und dieser befindet sich in der Ansbacher Defensive. Über 87 Punkte erlauben die Bezirkshauptstädter ihrem jeweiligen Kontrahenten und stellen so die drittschlechteste Verteidigung der Liga dar.
Dort ist dann auch der Ansatzpunkt für den potentiellen longhornschen Erfolg zu sehen. 59 Punkte heißt die Zahl, welche die bisherigen Herzogenauracher Konkurrenten durchschnittlich erzielt haben. Damit verfügen die Aurachstädter über die derzeit beste Verteidigung der Liga und dies gibt ihnen nach dem Erfolg in der Vorwoche zusätzlichen Rückenwind. Alle Spieler dürften einsatzbereit sein und wollen endlich den ersten Punktspielsieg gegen den alten Kontrahenten auf Regionalliganiveau einfahren.
„ Entscheidend wird sein, welche Spielart sich durchsetzen wird. Halten wir die Ansbacher unter 70 Punkte, sehe ich uns klar im Vorteil, erzielen mehr als 70 Punkte ist Ansbach im Vorteil. Es wird auf jeden Fall ein interessantes Spiel werden." So Peter Simon vor dem Spiel.
