herzogenaurach-shorthornsZum zweiten Mal innerhalb zwei Wochen reisen die 1.Regionalliga Basketballerinnen der TSH nach München. Diesmal aber nicht zum großen Bayern München sondern zur Friendsfactory München 2. Diese haben nach gutem Saisonstart zuletzt drei Spiele in Folge verloren und befinden sich nun bei 3:4 - Siegen auf dem sechsten Tabellenplatz. Die Shorthorns hingegen eilen weiterhin von Sieg zu Sieg und rangieren bei einer Bilanz von 6:1 -Siegen auf dem ersten Tabellenplatz und wollen versuchen, diesen Platz solange wie möglich zu verteidigen. Vor allem der psychologische Vorteil soll genutzt werden, da die TSHlerinnen nach dem großen Erfolg in der Vorwoche gegen Leipzig nur so vor Selbstvertrauen strotzen, während die Oberbayerinnen sich gerade in einer Niederlagenserie befinden und zuletzt stark verunsichert wirkten.

Dennoch wird das Spiel kein Selbstläufer für die Shorthorns werden. Bisher leisteten sich die Schützlinge von Trainer Markus Schönmüller in jeder Partie ihre schwachen zehn Minuten und gewannen daher kaum ein Spiel richtig souverän. Denn das Niveau in der Regionalliga ist schlichtweg zu hoch, um sich egal gegen welchen Gegner solche Auszeiten gönnen zu können. Somit ist auch diesmal das Ziel des Spiels " konstant über vierzig Minunten auf hohem Niveau zu agieren. Zwar haben wir einige Ausfälle zu verkraften, dennoch befinden wir uns in Favoritenrolle und haben diese auch zurecht inne. Wichtig wird sein, dass wir gut starten. Daran haben wir in dieser Woche gearbeitet und ich bin zuversichtlich, dass wir diesmal den Start nicht verschlafen." So Trainer Markus Schönmüller. Die fehlenden Spielerinnen heißen Kerstin Wägner, Tina Riegner und Laura Wittmann, somit fehlen den Aurachstädterinnen gleich drei wichtige Stützen ihres Spiels. Allerdings haben die Shorthorns bisher kein einziges Spiel ohne Ausfall zumindest einer Leistungsträgerin absolviert und so sollte auch am Sonntag das Fehlen der Drei sehr gut kompensiert werden.

Die Münchnerinnen werden aller Voraussicht nach komplett antreten können und haben ein Triumvirat an ihrer Spitze. Franziska Steiner führt die Mannschaft in Sachen Scoring an,legt 15,8 Punkte pro Partie auf und ist die Hauptateurin unter dem Korb. Unterstützt wird sie von der Scharfschützin Julia Pfettner, die durchschnittlich 14,4 Punkte und 2,0 Dreier beisteuert und von der Insidepräsenz von Franziska Steiner profitiert. Komplettiert wird das Dreigestirn von Sarra Lamji, die eine Statistik 10,6 Punkte und 1,3 Dreier pro Spiel aufweist und zusammen mit Pfettner den Spielaufbau organisiert. Mit 6,1 Dreier pro Spiel erzielen die Münchnerinnen durchschnittlich die meisten Dreier der Liga und so muss die Herzogenauracher Verteidigung ein besonderes Auge auf die Gefahr aus der Distanz werfen.

Nichts desto trotz soll der fünfte Sieg in Folge für die Shorthorns eingefahren werden und somit die Tabellenspitze verteidigt werden. Zugleich wäre dies die längste Siegesserie der Shorthorns seit acht Jahren.