Am vergangenen Sonntag ging es für die Basketballdamen des TSV Nördlingen in Herzogenaurach gegen einen Absteiger aus der 2. Liga, heute, Samstag, 16.30 Uhr empfangen sie in der Mehrzweckhalle Gerhart-Hauptmann-Straße einen Absteiger aus der 1. Liga. Der BBV Leipzig war im März 2011 am Ende der Saison 2010/2011 regulärer Absteiger aus der DBBL und hat sich entschlossen, noch eine Klasse tiefer zu gehen und in der Regionalliga Südost einen Neubeginn zu starten. Dass die Leipziger hier eine gute Rolle spielen werden, beweisen die Ergebnisse der ersten Spieltage. Mit vier Siegen sind sie derzeit alleiniger Tabellenführer.
Zwar haben sich die Leipziger verständlicherweise von den ausländischen Spielerinnen getrennt, doch mit Hoffarth, den Geschwistern Maciej, mit Van Doorn und Wohlberg haben sie eine Reihe von Akteurinnen aus der Bundesligamannschaft des Vorjahres in die Regionalliga mit genommen. Zuletzt siegten sie gegen den Ostkonkurrenten aus Thüringen, dem Basketball Club Erfurt mit 69:62. Gegen die Erfurter Damen hatten die TSV-Damen vorher mit 61:82 den kürzeren gezogen. Dies beweist, wie schwer die Aufgabe der Einheimischen heute sein wird.
Andererseits erlaubt der starke Auftritt der TSV-Damen in Herzogenaurach auch eine gewisse Hoffnung, dass es mit der Leistung des in dieser Saison doch stark veränderten Kaders weiter aufwärts geht. Insbesondere in der Defensive wollen die Nördlinger nach den Worten von Coach Andi Ebertz noch variabler werden. Da an diesem Wochenende kein WNBL-Spiel der U17 weiblich stattfindet, ist das Team auch wieder breiter aufgestellt und insbesondere Fanny Szittya als Dreh- und Angelpunkt kann unter Umständen immer wieder einige Minuten Schnaufpause erhalten.
Leipzig ist heute zweifellos Favorit, doch die Einheimischen sollten es den Gästen so schwer wie möglich machen.
