herzogenaurach-shorthornsBei den Herren würde die anstehende Partie überall in den Medien propagiert werden, bei den Damen ist es nur ein Spiel unter vielen, wenn die 1.Regionalliga Basketballerin der TSH zum großen FC Bayern München reisen. Allerdings ist der FC Bayern München im Damenbasketball gar nicht so groß, denn bisher spielen die Oberbayerinnen eine wenig glanzvolle Saison, weisen 0:3 - Siege auf und belegen den vorletzten und damit elften Tabellenplatz. Die Shorthorns dagegen eilen weiter von Sieg zu Sieg. In der Vorwoche wurde der TSV Nördlingen aus der Halle gefegt und so haben die Damen um Trainer Markus Schönmüller jetzt 4:1 – Siege auf dem Konto und belegen damit den dritten Tabellenplatz.

In dieser Saison kamen die Bayern schon zweimal heftig unter die Räder. In Würzburg verloren sie mit mehr als vierzig Punkten Differenz und gegen Schwabing mit knapp 20. Lediglich gegen Wasserburg machten sie es spannender und verloren nur mit 68:60. Allerdings ist Wasserburg auch nur einen Platz vor München und so haben die Oberbayerinnen mit Sicherheit eine schwere Saison vor sich. Zwar haben sie mit Katharina Lucht, Stephanie Schug und Stefanie Bhlmayer gleich drei Spielerinnen in ihren Reihen, die zweistellig punkten(19.0,17.7 und 13.0 Punkte pro Partie), doch der Rest der Mannschaft kann leider nur wenig Hilfe beisteuern. In der Defensive wurden den Münchnerinnen bisher durchschnittlich knapp 77 Punkte eingeschenkt, die Shorthorns ließen nur deren 65,2 Punkte zu. Ein weiteres Problem der Gastgeberinnen ist die mangelnde Gefahr von außerhalb der Dreipunktelinie. In den ersten drei Saisonspielen konnten sie lediglich sechs Dreipunktwürfe einnetzten und so ist ihr Spiel stark auf unter dem Korb konzentriert und damit leicht auszurechnen.

Und genau dort setzt der Plan der Shorthorns an. Sie wollen die eigene Zone verteidigen und die Münchnerinnen zu Würfen aus der Distanz zwingen. „ Da sie keine richtige Schützin in ihren Reihen haben, werden wir unser Aufmerksamkeit vermehrt auf die Gefahr unter dem Korb richten. Mit Theresa Heinz haben wir auf dieser Position eine der besten Verteidigerinnen der Liga und wenn wir geschickt doppeln, werden die Münchnerinnen mit Sicherheit Probleme bekommen. Entscheidend wird sein, dass wir von Beginn an 100-prozentig da sind und zeigen, dass wir unbedingt gewinnen wollen." So Trainer Markus Schönmüller vor der Partie. Tina Riegner wird aller Voraussicht nach wieder mitwirken können, während Lubica Cadordzic und Koni Klisanic wohl fehlen werden. Jedoch wird sich die definitive Aufstellung erst am Samstag zeigen, da hier noch mal die jeweiligen WehWehchen gecheckt werden und dann entschieden wird, wer einsatzbereit ist und wer nicht.