Am kommenden Samstag um 19.30 Uhr steht für die 1.Regionalliga Basketballer der TSH ein wichtiges Spiel auf dem Programm. Denn sie werden in der heimischen Sporthalle des Gymnasiums die Mannen von München Basket empfangen, die momentan den elften Tabellenplatz belegen und 2:4 - Siege auf dem Konto haben. Selbst stehen die Longhorns nach drei furchtbar knappen Niederlagen auf dem vierzehnten Tabellenplatz bei 1:4 - Siegen und bräuchten dringend einen Sieg, um an der Konkurrenz dran zu bleiben.
Dabei wartet auf die Herzogenauracher ein total unberechbarer Gegner. Bisher spielten die Oberbayern bei jedem Spiel mit einer anderen Aufstellung. Bekanntester Akteur der Münchner ist der 2,15 Meter große und mehrfache Nationalspieler Robert Maras, der in der Vorsaison noch bei Erstligaaufsteiger Bayern München im Kader stand und jetzt seine professionelle Basketballkariere beendet hat und seine Sportlerlaufbahn auf gutem Niveau ausklingen lassen will. In den bisherigen vier Spielen erzielte er durchschnittlich 15,2 Punkte und stellt so einen Aktivposten im Münchener Spiel dar. Insgesamt punkten bisher sieben oberbayerische Spieler zweistellig, doch nur einer hat bisher alle sechs Spiele absolviert. Folglich erwartet die Herzogenauracher eine Wunderkiste, die je nach Formation als potentieller Aufstiegskandidat oder potentieller Abstiegskandidat auftreten kann. Die Schwäche der Baskets liegt in der Defensive, die bisher mehr als 78 Punkte pro Spiel zulässt und so zu den schwächsten der Liga zählt.
Im Gegenteil dazu stellen die Longhorns bisher die stärkste Verteidigung der Liga und wollen diese auch am kommenden Wochenende weiter behalten. Damit das auch so bleibt, haben sie in den vergangenen beiden Wochen intensiv an ihrem Spiel gearbeitet und sich einige Überraschungen für die Münchener einfallen lassen. Darüber hinaus wurde vermehrt an der Schwäche, dem Abschluss, gefeilt und es wurden etliche Drills zur Verbesserung der Schussgenauigkeit durchgeführt. Allerdings müssen die Aurachstädter auch eine Hiobsbotschaft verdauen. Kapitän Peter Simon wird die gesamte restliche Saison ausfallen, da er sich im Spiel gegen Deisenhofen das Kreuz- und Innenband sowie beide Minisken gerissen hat. Dafür wird erstmals der ehemalige iranische Nationalspieler Aidin Kabir zum Einsatz kommen, der den Herzogenauracher wie ein Geschenk des Himmels in die Arme gefallen ist. Da er in Erlangen in Zukunft BWL studieren will und ein guter Bekannter von Rajiv Althaus ist, kam er ins Herzogenauracher Training mit, verstand sich auf Anhieb mit der Mannschaft und beschloss spontan, fortan für die Longhorns die Schuhe zu schnüren.
"Aidin wird uns vor allem in der Offensive helfen, da er mit seiner langjährigen Erfahrung auf hohem Niveau ein gutes Spielverständnis hat und sehr viele gute Entscheidungen trifft. Sicher ist er kein 20 Punkte pro Partie Spieler, aber er könnte zumindest teilweise den Ausfall von Peter Simon kompensieren. Insgesamt wird es am Wochenende von großer Bedeutung sein, dass wir uns genau an unsere Vorgaben für das Spiel halten und egal in welcher Besetzung die Münchner antreten werden, unser Spiel spielen." So Mittrainer Angelos Plantzas vor dem Spiel.
