Am vergangenem Samstag durfte das Basketball interessierte Herzogenauracher Publikum einer wahren Basketballdemonstration Zeuge werden. Denn als der souveräne Tabellenführer, die Dreden Titans, bei den 1.Regionalliga Basketballern der TSH gastierte, zeigte deren Aufbauspieler Jason Boucher, mit welcher Leichtigkeit und Spielfreude man selbst noch in der Regionalliga dominieren kann. Selten zuvor hat Herzogenaurach eine derart brilliante Einzelleistung gesehen. 35 Punkte, 5 Dreier, etliche Korbvorlagen, eine extreme hohe Trefferquote und dazu sah alles noch so aus, als ob es ihn nicht wirklich anstrengen würde.
Basketball in annähernder Perfektion. So gewannen dann auch die Titans etwas zu hoch aber verdient mit 91:66, was sicher auch daran lag, dass die Longhorns relativ früh ihren Bankspielern Einsatzzeit gewährten, die Dresdener aber bis zum Ende in Bestbesetzung aufliefen. Somit haben die Sachen jetzt 15:2 - Siege auf dem Konto und regieren alleine die Liga, die Longhorns hingegen weisen jetzt eine Bilanz von 5:13 - Siegen auf und rangieren auf dem dreizehnten Tabellenplatz.
" Wir haben heute ein gutes Spiel hingelegt. Das Problem war, dass die Dresdener einfach noch besser waren. Sie sind mit Abstand die beste Mannschaft der Liga und Jason Boucher hatte heute darüber hinaus noch seinen Sahnetag. Das liegt aber auch daran, dass man sich bei Dresden nicht auf alle Spieler konzentrieren kann. Wir haben die beiden Center Andreas Endig und Georg Dölle sehr gut kontrolliert, dafür haben wir eben von Boucher die Rechnung bekommen. Vielen Teams erging es geanu anderes herum, am Ende stand aber trotzdem das gleiche Ergebnis. Positiv bleibt festzuhalten, dass wir über drei Viertel mitgehalten haben und einen ansprechenden Basketball gespielt haben. Wenn wir diese Leistung jetzt konservieren können und derart auch gegen die jetzt kommenden schlechteren Teams der Liga spielen, dann sehen wir durchaus positiv in die Zukunft." So das Trainerduo Angelos Plantzas und Peter Simon nach dem Spiel.
Im ersten Viertel legten die Dresdener ein enorm hohes Tempo an. Hier taten sich vor allem Andreas Endig(14 Punkte) und Georg Dölle(14) hervor, die den Platz hoch und runter jagten, als wenn es kein Morgen gäbe. Aus diesem Tempospiel entstanden dann viele leichte Korbleger für die beiden, die zumeist von Jason Boucher aufgelegt wurden. Auf der Seite der Longhorns hielten vor allem die guten Markus Person(12) und Thomas Simon(12) mit blitzschnellen Zügen zum Korb dagegen. Doch ganz konnten die TSler die Pace der Sachsen nicht mitgehen und so führten diese mit 27:15 nach dem ersten Viertel.
Zum zweiten Viertel hin hatten sich die Aurachstädter aber besser auf das hohe Tempo eingestellt und konnten zurück ins Spiel kommen. Hier tat sich vor allem der dynamische Mike Kaiser(12) hervor, der vor allem mit Abschlüssen aus der Halbdistanz zu Punkten kam. Bei den Dresdener übernahm fortan der alles überragende Jason Boucher das Spiel. Mit zwei Dreiern aus gut 7,5 Meter Entfernung und einigen elleganten Einlagen in Richtung Korb erzielte er das Gros der Titans Punkte und so stand es zur Halbzeit 38:30 für den Tabellenprimus.
Im dritten Viertel starteten die Longhorns furios. Ein Dreier des umsichtig agierenden Benedikt Aumeiers(10) sowie Punkten von Thomas Simon und Sebastian Schieles, brachten die Longhorns über weite Strecken des dritten Viertels auf Schlagdistanz. Über die Stationen 35:40, 40:47 und 53:46 entwickelte sich ein offenes Spiel und hätten die Longhorns in dieser Phase den ein oder anderen Dreier, den sie versuchten, getroffen, so hätte das Spiel kippen können. Aber dem war nicht so. Denn beim Stand von 53:46 für die Titans und noch vier Minuten im dritten Viertel zu spielen, drehte Jason Boucher nochmals höher. Zwölf Punkte in Folge mit Bewegungen, die man nur selten auf einem Basketballplatz gesehen hat, verschafften den Dresdenern den spielentscheidenden Vorteil. Vor dem Schlussabschnitt leuchtete es dann 64:50 von der Anzeige.
Zum Start des vierten Viertels konnte sich der Tabellenerste dann noch weiter absetzen und die Longhorns kapitulierten. Fortan konnten zwar noch einige sehenswerte Aktionen von Benedikt Aumeier, Frederik Simon, Fritz Lösel und Adrian Dlugosch bestaunt werden, aber am Ausgang der Partie sollte sich nichts mehr ändern. Schließlich gewannen die Dresdener verdient mti 91:66.
Punkteverteilung: Althaus 6; Kaiser 12/ 1 3 er; Simon, F. 3/1; Lösel 3/1; Krempels; Aumeier 12/2; Donhauser; Dlugosch 5; Simon T. 12; Schiele 3; Finger; Person 12.
