Dresden Titans gewinnen nach ihrem 102:82-Heimerfolg über Zwickau auch am Samstag in Herzogenaurach 91:66 (27:15, 11:15, 26:20, 27:16)
Dresden, 12.02.12 - Die Dresden Titans haben sich wieder an der Tabellenspitze der 1. Regionalliga Südost festgesetzt. Zwei Tage nach dem 102:82-Heimsieg im Nachholspiel über den BC Zwickau feierten die Basketballer auch beim Gastspiel in Herzogenaurach einen souveränen 91:66 (38:30)-Erfolg. Vor gut 300 Zuschauern überzeugten die „Titanen" gegen den Tabellenvorletzten mit einer konzentrierten Leistung. Zum besten Werfer avancierte ein überragend aufgelegter Jason Boucher, der mit 35 Zählern nur knapp an seinem ersten 40-Punkte-Spiel für den „Titanen" vorbeischrammte.
Zum Spielentscheidenden Faktor wurde am Ende jedoch nicht nur Bouchers Einzelleistung, sondern die gute Team-Defense der Titans, die den Aurachstädtern vor allem mit ihrer aggressiven Reboundarbeit schon frühzeitig den Zahn zogen. „Das war heute auch unser primäres Ziel", erklärte Titans-Coach Thomas Krzywinski. Nachdem seine Schützlinge gegen Zwickau in der Verteidigung das ein ums andere Mal nur mangelhaft agiert hatten, sollte das in Herzogenaurach nicht noch einmal zu Thema werden. Deshalb machten sich die „Titanen" auch keine 48 Stunden nach dem Sachsenderby auf die viereinhalbstündige Anreise ins Frankenland.
Dort angekommen gönnte sich die Truppe noch ein kurzen Bummel durch den Werksverkauf des einheimischen Sportartikelherstellers, ehe man sich auf in die Halle machte, wo gut 300 Zuschauer ihnen einen warmen Empfang bereiteten. Beflügelt von dieser Heimkulisse sahen auch die heimischen Longhorns ihre Chance auf eine Überraschung gegen den Favoriten. Folgerichtig konnte Herzogenaurach die Partie zu Beginn auch ausgeglichen gestalten. Nach sechs Minuten drehte der Tabellenführer aus Dresden jedoch das erste Mal richtig auf. Angeführt von 12 Punkten durch Jason Boucher drehten die Titans bis zur ersten Viertelpause einen 10:12-Rückstand in eine komfortable 27:15-Führung.
Mit acht Zählern brachte Aurachs Michael Kaiser die Longhorns im zweiten Abschnitt wieder auf Tuchfühlung. So gingen die Titans „nur" mit einem einstelligen Vorsprung (38:30) in die Halbzeitpause. Dies und vor allem die harte Gangart der Gastgeber schien Boucher und den Titans ganz und gar nicht zu schmecken. Sichtbar angespornt drehte der US-Amerikaner nach dem Seitenwechsel richtig auf. Mit 16 Punkten allein im dritten Viertel führte Boucher sein Team auf die Siegerstraße. Auch Georg Dölle und Andreas Endig trugen mit jeweils 14 Punkte dazu bei, dass Herzogenaurach nicht noch einmal herankam. Vierter im Bunde wurde Forward Robert Zobel (11 Punkte, Bild: Ben Gierig), der nach Ende der Partie die passende Worte fand: „Es war heute mal ein dreckiger Sieg. Aber der bringt uns auch zwei Punkte in der Tabelle."
Und diese zwei Zähler waren nötig. Denn im Vorfeld der Partie der Titans hatte auch Verfolger Ansbach sein Gastspiel in Regnitztal souverän gemeistert. Damit bleiben die beiden Spitzenteams weiterhin punktgleich, wobei die Dresdner nach wie vor noch zwei Spiele weniger absolviert haben als die Ansbacher.
Am kommenden Wochenende ruht in der Regionalliga erst mal das orange Lederkugel. Dafür wartet auf die Titans das Viertelfinale im Sächsischen Landespokal. Am nächsten Sonntag empfangen die Dresdner als Titelverteidiger in der Runde der letzten Acht den Landesligisten aus Freiberg. Die Partie wird ausnahmsweise nur im „kleinen Kreis" in der 101. Mittelschule auf der Pfotenhauer Straße ausgetragen.
