ansbachDer neunte Sieg im zehnten Heimspiel

Eigentlich ist man ja von Rattelsdorf eine dreistellige Punktausbeute gewohnt, doch diesmal drehten die Piranhas aufgrund einer sehenswerten Leistung in der zweiten Halbzeit den Spieß um. Mit 61 : 40 gewann Ansbach die zweiten zwanzig Minuten und sicherte sich dadurch mit 112 : 88 den neunten Heimsieg und auch die Tabellenführung, wobei sie allerdings davon profitieren, dass Dresden drei Spiele weniger auf dem Konto hat.

Die ersten zehn Minuten der temporeichen Partie verliefen ausgeglichen (29 : 29), die Piranhas kamen nur schwer mit der intensiven Verteidigung der Gäste zurecht. Neun Ballverluste sprechen eine deutliche Sprache. allerdings ließen die Independents, die ohne ihre Stützen Albus und Reh antreten mussten, auch immer wieder Pässe direkt unter den Korb zu, die Meinel dankbar verwertete. Auch im zweiten Viertel das gleiche Bild: Ansbach leistete sich viele Ballverluste („Wir haben in der ersten Halbzeit einfach dumm gespielt", meinte Spielertrainer Jenko hinterher), kam aber vor allem unter dem Korb immer wieder frei zu einfachen Punkten. Da Ansbach in der Verteidigung die Rattelsdorfer Punktemaschinerie langsam in den griff bekam, konnten die Hausherren schließlich mit einer knappen 51 : 48 – Führung in die Halbzeitpause gehen.

Was Coach Jenko in der Pause seinen Jungs gesagt hat bleibt wohl sein Geheimnis, auf jeden Fall kamen Petrovic und Co wie verwandelt aus der Kabine. Im Angriff spielten sie ihren Gegner phasenweise schwindelig und trafen von außen und am Korb fast jeden Wurf. In der Verteidigung ließen sie kaum noch gute Würfe der Rattelsdorfer zu. Mit 35 : 20 ging das Viertel an die Piranhas, das Spiel war praktisch entschieden. Entscheidend war neben der weitaus besseren Trefferquote (Rattelsdorf hatte 31 Dreierversuche, traf aber nur 10 Würfe, Ansbach erzielte 9 Treffer bei nur 15 Versuchen) sicher auch, dass Aw und Meinel Webster Moreland, ansonsten mit durchschnittlich 22,8 Punkten der erfolgreichste Unabhängige, praktisch aus dem Spiel nahmen und bei nur neun Punkten und fünf Rebounds hielten.

Die erfolgreichsten Piranhas waren Matthias Meinel (31); Karim Aw (22), Goran Petrovic (19), Anthony Woodson (14) und Simon Geiselsöder (10). Bei Rattelsdorf punkteten McDuffie (24), Sakalauskas (16) und F. Sasse zweistellig.