zwickauNach einer von Schneechaos geprägten 5 stundigen Anreise mussten die Schumannstädter auch noch auf ihren Grössten L. Grübler verzichten, der auf der Fahrt einen starken Infekt ausbrütete und mit Schwindelanfällen, Übelkeit und Fieber passen musste. Trainer Wolf appelierte gleich vor Beginn an das Kämpferherz der Sachsen, um die schweren Beine gegen die starke Verteidigung der Bayern abzuschütteln.

Dies gelang seinem Team sehr gut, so dass eine Führung von 9:4 (5.Min) und 15:6 (7.Min) von der Anzeigetafel leuchtete. In den letzten Minuten des 1.Viertels gestattete man München dann unnötige zweite Chancen im Angriff, welche postwendend zum 20:19 (10.Min) führte. Diese 3 Minuten waren anscheinend der erste Knacks im Selbstbewustsein der bis dato gut agierenden Schumannstädter. Münchenn übernahm im zweiten Viertel die Führung zum 28:24 (15.Min) und konnte diese durch besseren Teambasketball bis zur Halbzeitpause auf 39:32 (20.Min) erhöhen.

"Wir haben in dieser Phase durch zu viele Einzelaktionen gegen die starke Verteidigung der Münchner nichts ausrichten können. Eine schlechte Raumaufteilung und C.Trotter der auf Krampf versuchte ins Spiel zu kommen ergaben magere 12 Punkte für mein Team" so Trainer Wolf. Dieser versuchte in der Halbzeitpause deutlich mehr Teamgeist für die zweite Hälfte einzuhauchen.

Genau mit dieser Einstellung trumpfte München gleich zu Beginn des 3.Viertels auf. Sie spielten wie aus einem Fluss und setzten sich rasend schnell auf 60:37 (25.Min) vorentscheidend ab. Auch eine Auszeit schaffte keinen wirklichen Bruch im Spiel der Bayern die mit 67:46 (30.Min) in den letzten Spielabschnitt gingen. Zwickau spielte jetzt endlich mit mehr Herz und fand seine Teamchemie zumindest Phasenweise zurück. Am Spielstand änderte dies allerdings wenig, denn die Hausherren führten 5 Minuten vor Ende weiterhin mit 21 Punkten 54:75 (35.Min). Nach einer erneuten Auszeit ging ein Ruck durchs Team und Zwickau kämpfte sich auf 13 Punkte, 2 Minuten vor Schluss heran. Prompt nahm München die Auszeit und stellte daraufhin mit Schnellangriffen die alte Punktedifferenz bis zum verdienten 69:89 Sieg wieder her.

"10 Minuten Teambasketball reichen gegen stark verteidigende Münchner bei weitem nicht aus. Eine schlechter Tag von C.Trotter, der Ausfall von L.Grübler und zu egoistisches agieren taten ihr übriges". Jetzt gilt es das Spiel schnell abzuhacken, hart zu trainieren und allen Focus auf das nächste Heimspiel gegen Baunach am Sonntag in der Scheffelberghalle zu legen.