Am vergangenem Samstag mussten die 1.Regionalliga Basketballer der TSH eine unangenehme Niederlage bei den Dachau Spurs hinnehmen. Mit 77:68 unterlagen die Longhorns einem durchaus schlagbaren Gegner, der dreizehn Minuten vor Spielende noch mit 62:53 im Rückstand lag. Umso ärgerlicher für die Herzogenauracher ist die Niederlage, da die Oberbayern ein direkter Gegner um den Klassenerhalt sind und nun mit 6:10 - Siegen, einen Sieg vor den Longhorns liegen(5:10). In der Tabelle haben die beiden Kontrahenten ihren Platz getauscht und somit liegen die Dachauer jetzt auf dem elften, die Longhorns auf dem zwölften Tabellenplatz. Allerdings konnten die Aurachstädter zumindest den direkten Vergleich retten, da sie das Hinspiel noch mit 16 Punkten gewinnen konnten, was ihnen am Ende der Saison durchaus noch zum Vorteil sein könnte.
Das erste Viertel verschliefen die Aurachstädter komplett. Es hatte den Anschein, dass sie vergessen hatten, den fünften Gang mitzunehmen und so konnten sie dem hohen Tempo der Dachauer nicht stand halten. Vor allem der starke Kenneth Jones(26 Punkte) setzte sich immer wieder gekonnt unter dem Korb durch und brachte seine Mannen schnell in Führung. Auf Herzogenauracher Seite konnten zunächst nur Benedikt Aumeier und Mike Kaiser dagegen halten. Deshalb führten die Gastgeber auch nach dem ersten Viertel mit 26:17.
Im zweiten Vietel wachten die Longhorns jetzt aber wie Phönix aus der Asche auf. Sie schalteten nicht nur in den fünften Gang, sondern gleich in den Hyperdrive und brachten so den Spielfluss der Dachauer zu einem jähen Ende. Markus Person drehte jetzt auf, zog unwiderstehlich zum Korb und sorgte für Punkte. Auch der grippegeschwächte Thomas Simon kam fortan besser in die Partie und trug zur Aufholjagd bei. So schafften es die Herzogenauracher in der letzten Minute der zweiten Halbzeit die Führung zu übernehmen und gingen mit einer 38:36 Führung in die Pause.
Nach der Halbzeit sollte es ähnlich erfolgreich weitergehen. Michael Finger sorgte für Punkte von der Bank kommend und Rajiv Althaus sorgte für Punkte in direkter korbnähe. Stück für Stück zogen die Aurachstädter davon, um dann schließlich dreizehn Minuten vor Spielende mit 62:53 zu führen. Doch wer jetzt dachte, das Spiel sei gelaufen, sollte sich brutal irren. Wie das Basketballspiel nun mal ist, es verläuft zumeist in Phasen, klappte plötzlich bei den Longhorns nichts mehr, bei den Dachauern hingegen alles. Der von der Bank kommende und sonst kaum Akzente setzende Andreas Godebauer netzte zwei seiner drei Dreier ein und bis zur Viertelpause waren die Hausherren wieder auf zwei Punkte dran.(60:62)
Das letzte Viertel sollte schließlich zu einem einzigen Traurerspiel verkommen. Der Dachauer Korb schien für die Herzogenauracher schlichtweg vernagelt zu sein. Selbst komplett freie Würfe fanden ihr Ziel nicht mehr und bei Dachau lief einfach alles. Marco Hillebracht(16) punktete nun nach Belieben unter dem Herzogenauracher Korb und Kenneth Jones machte dort weiter, so wie er es schon das ganze Spiel tat. Mit viel Gewalt rammte er seine Gegenspieler aus dem Weg und schloss dann die freien Korbleger sicher ab. Viele dieser Aktionen waren zwar sehr sehr nahe am Offensivfoul, allerdings hätten die Aurachstädter bei einer besseren Wurfquote und ähnlich guter Verteidigung, wie im ersten und zweiten Viertel, das Spiel gewinnen können. Doch dem war nicht so und folglich gewannen die Dachauer schließlich das Spiel verdient mit 77:68.
" Nach dem Big Point in der Vorwoche hätten wir heute einen weiteren großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gehen können. Aber unsere Spieler sind keine Maschinen und können nicht immer ihre Bestform abrufen. Dass dies gerade in den letzten Minuten eines Spiels passieren muss, erfordert sicher eine tiefergehende Analyse. Somit heißt es jetzt einfach umso dringlicher, weiter konstant und mit hoher Intensität zu trainieren und wieder zurück zu kommen. Genau das ist das, was Sport ausmacht. Und wir sind uns sicher, dass wir mächtig zurückkommen werden." So das Trainerduo Plantzas/Simon nach dem Spiel.
Punkteverteilung: Althaus 5; Kaiser 21/ 4 3 er; Simon, F.; Lösel ; Krempels; Aumeier 15/3; Donhauser; Simon T. 8; Schiele; Finger 6/2; Person 13.
