herzogenaurach longhornsIrgendwie ist es verflixt für die 1.Regionalliga Basketballler der TSH, wenn sie auf ihren mittelfränkischen Nachbarn aus Ansbach treffen. Denn schon wieder unterlagen die Herzogenauracher bei den Piranhas mit 78:67, obwohl sie noch im dritten Viertel mit 41:32 in Front lagen. Somit belegen die Longhorns nach vier Spieltagen den zwölften Tabellenplatz bei 1:3 - Siegen, während sich die Ansbacher bei einer Bilanz von 3:1 - Siegen auf dem dritten Rang wiederfinden.

Das erste Viertel startete gleich mit einem furiosen Ansbacher Start. Nico Probst erzielte mit seinem starken Drang zum Korb innerhalb der ersten sechs Minuten acht Punkte und die TSH konnte nur teilweise über den bärenstarken Thomas Simon(22 Punkte) dagegen halten und so stand es schnell 15:8 für die Gastgeber. Allerdings konnten die Herzogenauracher anschließend durch den soliden Markus Krempels und einen Dreier von Kapitän Peter Simon auf 15:13 verkürzen. Kurz vor der Viertelpause konnte aber der diesmal alles überragende Michael Hertlein(23) einen Dreier versenken und man ging beim Stand von 18:13 in die Pause.

Im zweiten Viertel sollten jetzt die Longhorns das Zepter in die Hand nehmen. Der jetzt vermehrt ins Spiel gebrachte Mike Kaiser(11) nutzte seine enorme Schnelligkeit und zog immer wieder erfolgreich zum Korb. Unterstützung fand er in seiner Centerregie. Thomas Simon und der stark reboundende Rajiv Althaus setzten sich gehäuft unter dem gegnerischen Korb durch und die TSH glich in der siebten Minute zum 23:23 aus. Durch einen weiteren Kaiser Dreier und drei erfolgreichen Freiwürfen von Thomas Simon konnten die Aurachstädter sogar mit einer 29:27 - Führung in die Pause gehen, denn die Ansbacher fanden einfach kein Mittel gegen die engagierte Herzogenauracher Zonenverteidigung.

Nach der Pause legten die Longhorns los wie die Feuerwehr. Sebastian Schiele und der jetzt aufdrehente und vor Spielfreude strotzende Fritz Lösel(11) sorgten durch etliche Schnellangriffe für eine deutliche TS-Führung. 39:30leuchtete es nach drei Spielminuten von der Anzeige und die Halle war totenstill. Doch jetzt sollte der schon erwähnte Michael Hertlein auf Ansbacher Seite seinen großen Auftritt haben. Mit seiner Power setzte er sich nach Belieben gegen die wechselnden Herzogenauracher Verteidiger durch und konnte nur durch Fouls gestoppt werden. Die daraus resultierenden Freiwürfe netzte er souverän ein, insgesamt traf er 16 von 17 Freiwürfen und brachte so seine Mannschaft wieder ins Spiel. So stand es 54:55 vor dem letzten Viertel für den Tabellendritten.

Durch zwei weitere Lösel Körbe konnten die Herzogenauracher die Führung zunächst wieder zurückgewinnen, bis dann Goran Petrovic(16) und Nico Probst nacheinader per Fernwurf punkteten und Michael Hertlein weiter Freiwürfe zog und traf. Die Longhorns hatten nun diesen erneuten Angriffssturm nichts mehr entgegenzusetzen und so vergrößerten die Piranhas ihren Vorsprung Punkt um Punkt. Über die Stationen 63:58, 68:60 und schließlich 78:67 brachten die erfahrenen Ansbacher das Spiel nach Hause und die TSH muss weiter auf ihren ersten Sieg gegen ihren Erzfeind warten.

"Wir haben erneut hart gespielt, Ansbach zu Hause unter ihrem bisherigen Punkteschnitt gehalten und zwischenzeitlich sogar deutlich geführt. Michael Hertlein war heute unstoppbar für uns, was uns zum einen viele Punkte von ihm eingebracht hat und wir zudem in Foulprobleme geraten sind, was unseren Handlungsspielraum leider entscheidend eingeschränkt hat. So haben wir verdient verloren, obwohl wir gut gespielt haben. Jetzt heißt es volle Konzentration auf das Heimspiel nächsten Samstag gegen Deisenhofen, um dann den zweiten Saisonsieg einzufahren." So Spielertrainer Peter Simon nach dem Spiel.

Punkteverteilung: Althaus 7; Kaiser 11/2 3er; Simon, F. Simon, P. 10/1; Simon, T. 22; Lösel 11; Krempels 2; Dlugosch 2, Schiele 2, Finger, Aumeier.