Nach einer Galavorstellung in der ersten Hälfte entschieden die Piranhas das Lokalderby gegen Treuchtlingen klar mit 107 : 79 für sich. Dabei hatten sich die Spieler um Coach Harlander zunächst durchaus Hoffnungen gemacht, denn Ansbach musste außer auf den schon länger verletzten Joel Nganko auch noch überraschend auf Goran Petrovic verzichten, der sich im Training das Knie verdreht hatte.
Vor rund 450 Zuschauern, darunter ca. 200 Fans aus Treuchtlingen, dauerte es vier Minuten bis die Hausherren ihre Nervosität abgelegt hatten und sich zwischen der 4. und 7. Minute mit einem 8 : 0 leicht absetzten (14 : 8). Zwar kamen die Gäste wieder auf vier Punkte heran, doch mussten sie danach einen 11 : 0 Lauf der Piranhas hinnehmen, die damit mit 25 : 12 in Führung gingen. Schon in den ersten Minuten zeigte sich, dass bei den Ansbachern Nico Probst und vor allem Mattias Meinel einen Sahne-Tag" erwischt hatten. Beide konnten die Treuchtlinger in keiner Phase der ersten Hälfte wirksam stören. Neun Punkte von Probst und gar sechzehn von Meinel führten zur doch etwas überraschenden deutlichen 30 : 16 Führung für Ansbach nach zehn Minuten.
Mit zwei Drei-Punkt-Spielen hintereinander eröffnete Matze Meinel das zweite Viertel, in dem Ansbach die Führung kontinuierlich weiter ausbaute. Im Gegensatz zu den letzten Spielen verteidigten die Spieler von Coach Jenko aggressiv und gaben den Gästespielern kaum freie Würfe. Als Folge der starken Defense klappte es auch im Angriff wie am Schnürchen. 28 Punkte erzielte alleine Meinel in der ersten Hälfte. Chris Reinhardt überzeugte in seinem zweiten Spiel für Ansbach mit einer starken Defensivleistung, zeigte aber auch im Angriff einige sehenswerte Aktionen und kam im ersten Durchgang auf acht Punkte. Zusammen mit Meinel und Probst und dem beim Rebound sehr starken Dubienka gehörte er zu den Aktivposten in einem homogenen hapa-Team, das mit dem 60 : 35 Pausenstand für die Vorentscheidung im ersten Rückrundenspiel gesorgt hatte.
In der zweiten Hälfte nahm dann das Niveau des Spiels deutlich ab. Die Piranhas ließen aufgrund des deutlichen Vorsprungs (34 Punkte nach 7 Minuten im dritten Viertel) in ihrer Konzentration nach und probierten einige Kabinettstückchen, die nicht immer gelangen. Die Gäste hielten nun besser dagegen, erholten sich aber vom Feuerwerk der Piranhas aus den ersten 20 Minuten nicht mehr. Ein Kompliment an die Zuschauer aus Treuchtlingen, die ihre Mannschaft bis zum Schluss trotz des klaren Spielstandes lautstark anfeuerten und sich mit den Ansbacher Fans einen friedlichen und lautstarken Wettstreit auf der Tribüne lieferten.
Für Ansbach trafen Meinel (36) Probst (17), Reinhardt (14) und Geiselsöder (11) zweistellig, auf
Treuchtlinger Seite gelang dies Schmoll (26), Huhn (13), Sebastian (11) und Fabian (10) Ferschl.
