Piranhas besiegen Herzogenaurach
Weiter unerfüllt bleibt der Wunsch von Herzogenaurachs Spielertrainer Peter Simon, der in dieser Saison endlich einen Punktspielsieg gegen den Lokalrivalen aus Ansbach landen wollte. In einer zerfahrenen und nicht gerade hochklassigen Partie gewannen die Piranhas aufgrund der Steigerung in der zweiten Hälfte letztendlich verdient mit 78 : 67, nachdem sie zur Halbzeit noch mit 27 : 29 zurück lagen.
Ansbach erwischte einen Start nach Maß und führte vor allem durch Nico Probst, der immer wieder gut zum Korb durchkam, nach 6 Minuten mit 15 : 8. Nach einem Dreier von Michi Hertlein mit der Schlusssirene des ersten Viertels stand es schließlich 18 : 13 für die Piranhas, die sich zu Beginn des zweiten Viertels weiter auf 23 : 13 absetzen konnten. Dann allerdings genehmigten sich die Hausherren eine kollektive Auszeit und schafften in den folgenden acht Minuten gerade einmal 4 Punkte. Bis zur 7. Minute ermöglichten sie den Longhorns einen 10 : 0 – Lauf, wobei diese zum Glück für Ansbach noch viele Chancen liegen ließen und so eine höhere Führung zur Pause verpassten.
Auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte blieb das Spiel der Piranhas zerfahren und wenig effektiv. Die Gäste erspielten sich in den ersten Minuten mit 39 : 32 die höchste Führung, wobei die Piranhas vor allem in der Defense völlig „von der Rolle" waren. Die Verteidigung blieb noch während des gesamten Viertels die Achillesverse der Ansbacher, die jetzt aber wenigstens im Angriff wieder zu ihrem Spiel fanden. Der Mann des dritten Spielabschnittes war Michi Hertlein, der von den Longhorns nur doch Fouls zu bremsen war und sich mit 13 Treffern aus 14 Freiwürfen bedankte. Insgesamt erzielte er 18 seiner 23 Punkte in diesem Viertel. Goran Petrovic und Nico Probst mit wichtigen Dreiern sorgten schließlich dafür, dass Ansbach mit einem Punkt Vorsprung in das letzte Viertel gehen konnte (55 : 54).
In ihm fanden die Piranhas endlich auch in der Defensive wieder zu ihrem Spiel zurück und ließen nur noch wenig zu. Die Longhorns zollten nun zunehmend ihrer aufwändigen und kampfbetonten Spielweise Tribut. Nacheinander schieden Peter Simon, Lösel und Althaus mit fünf Fouls aus, Ansbach setzte sich immer weiter ab und gewann das letzte Viertel schließlich klar mit 23 : 13. Michi Hertlein (23), Nico Probst (19) und Goran Petrovic (16) trafen für Ansbach zweistellig, bei Herzogenaurach waren Thomas Simon (22), Lösel, Kaiser (je 11) und Peter Simon (10) am erfolgreichsten.
