Dresden Titans gewinnen in Deisenhofen mit 87:82 (19:17, 16:16, 22:21, 30:28)
Dresden, 12.12.11 - Nach acht zumeist klaren Siegen in Folge mussten die Dresden Titans an diesem Sonntag beim Hinrundenabschluss in Oberhaching bei München mal wieder beweisen müssen, dass sie auch in einem Krimi bestehen können. Aber auch beim Gastspiel gegen die Deisenhofen Tropics wusste sich der Tabellenführer der 1. Regionalliga Südost zu behaupten. Mit 87:82 (35:33) behielten die Elberiesen nach spannenden 40 Minuten die Oberhand in einer Partie, die auch einen anderen Ausgang hätte nehmen können.
Schon vor dem Tip-Off war großes Zittern auf der Autobahn angesagt. Erst wartete ein Stau auf der A9 ehe dann kurz vor der Ankunft plötzlich das Hinterrad eines der Mannschaftsbusse streikte. Am Ende rollte der Titans-Express nur mit einer kleinen Verspätung ein, was bei den Spielern auf dem Parkett zunächst auch für ein paar Unkonzentriertheiten sorgte. Nach einer schnellen 10-Punkte-Führung der Gäste, gaben sie den Vorsprung durch Fehler im Reboundverhalten sofort wieder her.
So stand zum Ende des ersten Abschnitts „nur" ein 19:17 zu Buche, was die Elbestädter auch im zweiten Viertel nicht auszubauen wussten. Mit einem Dreier per Buzzer-Beater verkürzte Deisenhofen zur Halbzeit auf 33:35, so dass Titans-Kapitän Georg Dölle in der Kabine gefordert war, seine Jungs zu beruhigen: „Wir waren in der ersten Hälfte viel zu nervös. Man hat gemerkt, dass wir nach den klaren Erfolgen der letzten Wochen, es nicht mehr gewohnt waren, mit einem engen Spiel umzugehen. Das hat man vor allem daran gesehen, dass wir immer einen Tick zu spät dran waren."
Daran sollte sich auch in der zweiten Hälfte zunächst nicht viel ändern. Zwar bekamen die Titanen zunehmend ihre Nervosität in den Griff, doch verloren sie noch im dritten Viertel Aufbauspieler Jason Boucher (15 Punkte), der mit vier Fouls belastet auf der Bank Platz nehmen musste. Die Gastgeber fanden derweil immer besser in die Partie. Schienen für die Tropics in der ersten Hälfte die Körbe wie zugenagelt, fanden die Dreipunktewürfe (11 von 33) der Hausherren nach dem Seitenwechsel plötzlich ihr Ziel. Immer wieder egalisierten die Bajuwaren den mühsam erarbeiteten Vorsprung der „Titanen".
Zum Ende des Schlussviertels kam schließlich, was sich die Ligakonkurrenz insgeheim wünschte. Mit zwei erneuten Dreier glichen die Deisenhofener zunächst fünf Minuten vor Ultimo zum 71:71 aus, um kurz vor der Schlussminute gar mit zwei Freiwürfen zum 82:80 in Führung zu gehen. Damit war nun der Spitzenreiter aus Sachsen in Zugzwang. Doch Titans-Coach Thomas Krzywinski hatte ja noch ein Ass auf der Bank sitzen. Mit einem Dreier und zwei Freiwürfen drehte Jason Boucher binnen weniger Sekunden die Partie und brachte die Elberiesen wieder mit 85:82 in Front. Als nach einer Auszeit die Deisenhofener einen offenen Dreier zum Ausgleich verpassten, sicherte sich Top-Scorer Georg Dölle (18 Punkte) den Rebound, um 2,8 Sekunden vor dem Ende den Sieg der Titans mit zwei Freiwürfen endgültig zu besiegeln.
Mit nunmehr 11 Siegen aus zwölf Spielen verabschieden sich die „Titanen" als unangefochtener Spitzenreiter in die dreiwöchige Weihnachtspause. Satte drei Siege Vorsprung vor dem Tabellenzweiten sprechen eine deutliche Sprache. Während der Rest der Liga in der kommenden Woche noch einmal ran muss, können sich die Titans aufgrund einer Spielverlegung schon zurücklehnen. Die Sachsen starten erst am Freitag, dem 6. Januar, in die Rückrunde. Um 20 Uhr empfangen die Elberiesen am „Tag der heiligen drei Könige" dann aber den Dauerrivalen aus Treuchtlingen zum Derby.
Bis dahin wünschen Vorstand, Mannschaft und Trainer der Titans allen Fans, Förderern und natürlich auch den Kollegen der Presse eine fröhliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
