Deisenhofen nach hartem Kampf 77 : 72 besiegt
Im sechsten Heimspiel der Saison gab es den sechsten Sieg für die Ansbacher, die zudem auch im sechsten Spiel hintereinander ohne Niederlage blieben. Bis sich die Piranhas aber gemeinsam mit ihren Fans freuen konnten, hatten sie ein hartes Stück Arbeit gegen den Tabellennachbarn aus Oberbayern zu verrichten.
Das erste Viertel stand auf Ansbacher Seite ganz im Zeichen von Goran Petrovic und Matthias Meinel, die zusammen 17 der 19 Ansbacher Punkte erzielten. Immer wieder kam Ansbachs Flügel zum Korb durch, vollendete selbst oder legte auf seinen Center Meinel ab, der sich mit 11 Punkten bedankte. Da auf der anderen Seite die Ansbacher Defense mit Deisenhofens Aufbauspieler Felix Pankow überhaupt nicht zurecht kam – er erzielte 9 Punkte im ersten Viertel – und zudem den Defensiv – Rebound nicht kontrollierte, blieben die Oberbayern ständig auf Tuchfühlung und lagen am Ende des Viertels nur hauchdünn mit 19 : 18 zurück.
Das zweite Viertel verlief ähnlich ausgeglichen wie das erste, allerdings mit leichten Vorteilen für die Gäste, da die Piranhas viele klare Chancen etwas unkonzentriert ausließen. Die Tropics spielten ähnlich wie im ersten Viertel vor allem über das Duo Pankow/Wohlers, das den Piranhas weiterhin einiges Kopfzerbrechen bereitete. Dafür wurde der Topscorer der Münchner Vorstädter, Michael Hoffmann, von den Ansbacher gut kontrolliert, so dass sie trotz einer durchschnittlichen Leistung im zweiten Viertel nur mit einem knappen Rückstand in die Halbzeitpause gingen (33 : 36).
Auch nach der Halbzeitpause sah Coach Jenko keine Steigerung seiner Piranhas. Im Gegenteil: Die Wurfausbeute von der Dreierposition blieb katastrophal (0 aus 13 Versuchen bis zum Ende des dritten Viertels) und auch am Korb häuften sich die Fehlversuche. Zudem leisteten sich die Ansbacher sechs der insgesamt dreizehn Ballverluste im dritten Viertel. OH Deisenhofen konnte sich immer weiter absetzen und führte nach sechs Minuten mit 50 : 40, musste dann aber einen 7 : 0 – Lauf der Piranhas hinnehmen, die angefeuert von den unermüdlichen Fans jetzt ihr Kämpferherz entdeckten und durch eine aggressive Verteidigung etliche Ballgewinne erzielten.
Trotzdem führte Deisenhofen nach dem dritten Viertel mit 55 : 47, doch das letzte Viertel sollte, wie schon gegen Zwickau, wieder ein Piranha-Viertel werden: Angetrieben von den begeisternd mitgehenden Zuschauern erhöhten sie die Intensität in der Verteidigung noch weiter. Über die starke Defense fanden die Hausherren auch im Angriff wieder zu alter Stärke zurück. Vor allem Goran Petrovic hatte in der Viertelpause wohl einen großen Schluck aus der Zielwasserflasche genommen, denn seine vier Dreier (ohne Fehlversuch) brachten in der neunten Minute die Führung (68 : 65) für sein Team, die sich die Piranhas trotz starker Gegenwehr der Gäste nicht mehr nehmen ließen.
Petrovic (28/4 Dreier) und Meinel (23) waren die erfolgreichsten Werfer für die Piranhas, für OH Deisenhofen trafen Pankow (21), Hoffmann (14) und Wohlers (11) am besten.
