Am vergangenem Samstag bewiesen die 1. Regionalliga Basketballer der TSH, dass sie eine hervorragende Moral haben, dennoch reichte dies nicht aus, um in Zwickau einen Sieg zu erringen. Denn die Longhorns verloren am Ende deutlicher als es der Spielverlauf vermuten ließe mit 87:64 gegen die BC Energie Zwickau und belegen jetzt den elften Tabellenplatz mit 3:7 - Siegen. Ihre Kontrahenten aus dem schönen Sachsen tummeln sich jetzt auf dem fünften Tabellenplatz bei 7:4 - Siegen. Nach nun zwei Auswärtsniederlagen in Folgen gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel müssen die Longhorns im Heimspiel in der nächsten Woche gegen Rattelsdorf (3.12., 19.30 Uhr Gymnasiumhalle) alles daran setzen, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.
Gut starteten die Herzogenauracher in die Partie gegen Zwickau. Der solide Mike Kaiser versenkte einen Mitteldistanzwurf und der beste Aurachstädter an diesem Tag Thomas Simon(19 Punkte/10 Rebounds) legte gleich drei Punkte nach und die TSH führte nach zwei Minuten 5:0. Aber fortan spielten sich die Sachsen in den Vordergrund. 14 Punkte in Folge ohne Gegenkorb, die vor allem vom bärenstarken US-Amerikaner Clarence Trotter(24) erzielt wurden und die TSH lag mit neun Punkten im Hintertrefffen.(14:5) Nach einer Auszeit fingen sich die Longhorns aber wieder, vor allem in Person des sich zuletzt in bestechender Form befindlichen Benedikt Aumeiers und so konnten sie sich bis zur Viertelpause auf 21:15 herankämpfen.
Jetzt geschah lange Zeit recht wenig. Michael Finger hielt die TSH mit zwei erfolgreichen Dreiern im Spiel, während die Mannen aus der Robert Schumann Stadt die Scoringlast auf viele Schultern verteilten. Tobias Thoß wühlte sich unter dem Korb zum Erfolg und Clarence Trotter reüssierte aus der Mitteldistanz. So stand es nach vier Minuten 25:21 für die Gastgeber. Doch jetzt legten Trotter und Thoß erst so richtig los und die Sachsen setzten sich ab. Lediglich der aufopfend kämpfende Thomas Simon konnte bis zur Halbzeit noch sechs Punkte erzielen, sodass die TSH zur Halbzeit mit 44:27 im Rückstand lag.
Das dritte Viertel sollte sich wieder ausgeglichen mit leichten Vorteilen für die Herzoegnauracher gestalten. Fritz Lösel überzeugte mit seiner Wurfsicherheit aus der Mitteldistanz und Markus Person punktete mit seinem unwiderstehlichen Zug zum Korb. In der Verteidigung hatten sich die Longhorns jetzt zudem besser auf den Zwickauer Angriffswirbel eingestellt und Rajiv Althaus und Markus Krempels vermauerten mit gutem Stellungsspiel die Zone. Bis zum letzten Viertel konnten die Herzogenauracher auf 57:44 verkürzen.
Und genauso sollte es weiter gehen. Die TSH bewies Moral, rannte sich die Seele aus dem Leib und holte Punkt um Punkt auf. Fünf Minuten vor Spielende lagen die Aurachstädter nach einem schön herausgespielten Lösel Dreier nur noch mit sieben Punkten im Hintertreffen.(62:55) Doch jetzt sollte sich die kräftezerrende Aufholjagd der Longhorns rächen. Immer mehr Unkonzentriertheiten stellten sich ein und die abgezockten Zwickauer nutzten die Herzogenauracher Fehler eiskalt aus. Allein der Ex-Juniorennationalspieler Ben Hruschka netzte jetzt drei Dreier ein und die TSH geriet unter die Räder. Schließlich verloren die TSHler unverdient deutlich mit 87:64.
" Wir haben heute eine gute Moral bewiesen. Nach dem großen Rückstand in der Halbzeit sind wir noch mal gut in das Spiel zurückgekommen und waren noch mal in Schlagweite. Aber der Kräfteverzehr war schlicht zu groß. Aber man muss auch sagen, dass Zwickau nicht unbedingt ein Gegner auf Augenhöhe für uns ist. Die kommenden drei Spiele sind aber allesamt definitiv machbar und wir werden alles dafür tun, zumindest zwei von ihnen zu gewinnen." So das Trainerduo Plantzas/Simon nach dem Spiel.
Punkteverteilung: Althaus 3; Kaiser 11/1 3er; Simon, F. 3/1; Simon, T. 19; Lösel 6/1; Krempels; Dlugosch; Aumeier 11/1; Schiele 1; Finger 6/2; Person 4; Kabir.
