herzogenaurach longhornsAm vergangenen Samstag wurde mal wieder klar, wie enorm wichtig körperliche Präsenz beim Basketball ist. Denn als die 1.Regionalliga Basketballer der TSH bei den Coocoon Baskets Weiden mit 94:61 verloren, dachte man, dass eine Männerschaft gegen ihre kleinen Brüder spielte. Die Oberpfälzer, deren Kader gespickt mit professionellen Spielern ist, hatten acht Spieler in ihren Reihen, die 1,92 Meter oder größer waren und durchschnittlich 100 Kilogramm auf die Waage brachten. Die Longhorns wurden schlicht weg von Beginn an überpowert und hatten trotz intensivem Einsatzes keine Chance. Somit haben die Longhorns jetzt 3:6 - Siege auf dem Konto und belegen den 11. Tabellenplatz. Die Weidener werden immer mehr ihrer Favoritenrolle in der Regionalliga gerecht, haben jetzt 7:3 - Siege auf der Habenseite und rangieren auf dem dritten Tabellenplatz.

Im ersten Viertel gestaltete sich das Spiel noch ausgeglichen. Die TSH punktete über die soliden Mike Kaiser und Benedikt Aumeier, während die Weidener vor allem über den US-Amerikaner Justin Smith(26 Punkte) unter dem Korb ihren Erfolg suchten und fanden. Noch hatten die Aurachstädter genug Kraft, um gegen die körperliche Überlegenheit ihres Kontrahenten beim Kampf um den Rebound mithalten zu können. Zur Viertelpause führten die Weidener so lediglich mit 22:18.

Aber jetzt setzten sich die Weidener Stück für Stück ab. Der starke Pavel Novak (18) zeigte jetzt, warum er durchschnittlich 23 Punkte pro Spiel auflegt und scorte aus der Halbdistanz nach Belieben. Darüber hinaus angelten sich die Oberpfälzer jetzt mehr und mehr Offensivrebounds, was ihnen oft zweite und dritte Wurfversuche in einem Angriff ermöglichte, welche sie dann doch irgendwann trafen. Offensiv traten auf Herzogenauracher Seite jetzt Markus Krempels und Michael Finger in Erscheinung und hielten die TSH im Spiel. Nach sechs Minuten stand es 30:35 für die Heimmannschaft. Nun sollte aber ein Einbruch der Longhorns folgen, von dem sie sich nicht mehr erholen sollten. Bis zur Halbzeit stand es dann 47:32.

Die Herzogenauracher kamen hochmotiviert aus der Kabine, aber Fortuna war ihnen nicht holt. Zwar spielten sie sich etliche freie Würfe heraus, diese fielen jedoch nicht rein und so setzten sich die Weidener immer weiter ab. Ob aus dem Fast Break, der Mitteldistanz oder nach einem Offensivrebound, die Oberpfälzer spielten sich in einen Rausch. Doch die Longhorns ließen nicht locker und fanden in Adrian Dlugosch, Sebastian Schiele und Markus Person ihre Scorer. Vor dem letzten Viertel führten die Weidener dann schon uneinholbar mit 75:50.

Das letzte Viertel verkam zu einem lockeren hin und her mit leichten Vorteilen für die Weidener. Jetzt kamen alle Spieler auf beiden Seiten zum Einsatz und es folgten noch einige schöne Kombinationen. Fritz Lösel und Frederik Simon setzten Aidin Kabir und Thomas Simon gekonnt ein, diese nutzten dann noch mal ihre Chancen, aber am Endergebnis konnte dies nichts mehr ändern.

" Wir sind heute auf einen Gegner getroffen, der sowohl körperlich als auch finanziell in einer anderen Liga als wir spielt. Dies allein soll aber nicht als Ausrede gelten, denn wir haben heute sowohl von der Einstellung als auch in Sachen gedanklicher Schnelligkeit die schlechteste Partie in dieser Saison abgeliefert. Jetzt heißt es, aus den Fehlern zu lernen, noch intensiver zu trainieren und nächste Woche wieder gestärkt gegen Zwickau alles zu versuchen, den vierten Saisonerfolg zu holen." So das Trainerduo Simon/Plantzas nach dem Spiel.

Punkteverteilung: Althaus 1; Kaiser 14/1 3er; Simon, F.; Simon, T. 7; Lösel 5; Krempels 3; Dlugosch 3; Aumeier 11/1; Schiele 4; Finger 5/1; Person 8; Kabir.