Die heimischen Baskets begannen unkonzentriert und fanden in der ersten Hälfte nie zu ihrem Spiel. Nach sieben Minuten der Partie lag man bereits zweistellig (21:11) zurück. Dies setzte sich bis zur Halbzeit (47:33) für München so fort. Die Regnitztaler fanden keine Einstellung zum Spiel oder zu einem ordentlichen Auftritt in der Defensive. Die ersatzgeschwächten Münchner hatten bis hier hin ein leichtes Spiel mit immer freien Pass- und Laufwegen. Das Offensivspiel lebte von Einzelaktionen.
In der Halbzeitpause fand Trainer Ulf Schabacker anscheinend doch etwas mehr Zugang und Gehör in die Köpfen der Jungs. Im dritten Abschnitt plötzlich ein anderes Spiel, man arbeitete in der Defensive und in der Offensive wurde ebenfalls etwas mannschaftsdienlicher gespielt. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, Punkt um Punkt wurde aufgeholt und konnte bis Ende des dritten Viertel ausgeglichen werden (62:62). Bis Mitte des letzten Abschnitts konnten sich die Regnitztaler sogar einen sieben Punkte Vorsprung erarbeiten. Anstatt mit Selbstbewusstsein weiter zu machen wurden die Fehler der ersten Halbzeit wiederholt und München der Sieg geschenkt. Wenn man sich die Tabellensituation anschaut, sehr teure Gastgeschenke.
Fazit: Den jungen Spielern sollte nach der sechsten Niederlage in Folge schnellstens klar werden das die immer wieder gleichen Fehler nicht mit „unglücklich" bezeichnet werden können und ein abstellen dieser individuellen Nachlässigkeiten überfällig ist. Auch reichen zwei Viertel ordentliches Spiel nicht zu einem Sieg. Um nicht auf Dauer im Tabellenkeller zu bleiben muss jetzt in den nächsten Spielen in Treuchtlingen und zuhause gegen Aufsteiger Vilsbiburg ein Erfolgserlebnis erarbeitet werden. München Basket nahm einen verdienten Sieg mit nach Hause.
Regnitztal: Daubner (16), Walde (15), Wolf (10), Dizdarevic (9), Schmitt (7), Wagner (7), Dippold (6), Winter (4), Völkl (1), Leonhardt
München: Börstler (18), Krieg (18), Neukamm (12), Härtel (11), Atoberhan (10), Kirchhoff (8), Frimpong, Pölt, Sahm
