Regionalliga-Baksetballer feiern vor 420 Zuschauern beim 94:76 (26:12, 21:9, 28:21, 19:34) gegen die Regnitztal Baskets ihren sechsten Saisonsieg
Im Stile eines echten Spitzenreiters haben die Dresden Titans am Samstag die Tabellenführung der 1. Basketball-Regionalliga Südost verteidigt. Im Heimspiel gegen den Tabellenzwölften aus Regnitztal setzte sich die Mannschaft von Head Coach Thomas Krzywinski souverän mit 94:76 (47:21) durch. Über 400 Zuschauer sahen in der Margon Arena eigentlich nur drei starke Viertel der Gastgeber, die im Schlussabschnitt das Tempo raus nahmen und ihrem Gegenüber etwas mehr zum Zuge kommen ließen.
Nach ausgeglichenen ersten fünf Minuten brachte Flügelspieler Robert Dölle die Titans mit einem Dreier zum 11:10 erstmals in Führung. Der Neuzugang bedankte sich damit beim Trainergespann Krzywinski/Sanchez, das ihn wie schon in der Vorwoche für die Startformation nominiert hatte. Dölles Dreier avancierte zur Initialzündung. Mit einer aggressiven Pressverteidigung ließen die Elberiesen die Gäste fortan nicht mehr zum Zuge kommen. Die Folge: ein 18:2-Lauf, mit dem die Titans bereits zum Ende des ersten Viertel zweistellig in Führung gingen.
Dasselbe Bild zeigte sich auch im zweiten Viertel. Ohne Antwort wussten die Talente des Deutschen Meisters aus Bamberg dem Dresdner Bollwerk nichts entgegen zu setzten. Stattdessen drehten die Titans mehr und mehr auf. Mit einem weiteren 17:4-Lauf zum 43:16 (18. Min.) stellten die Sachsen noch vor der Halbzeit die Weichen klar auf Sieg. „Wir wollten von Beginn an zeigen, dass die Punkte heute hier in Dresden bleiben. Das ist uns recht gut gelungen", freute sich ein zufriedener Titans-Kapitän Georg Dölle.
Der sonstige Top-Scorer verlebte diesmal mit „nur" 13 Punkten verhältnismäßig einen ruhigen Nachmittag. Stattdessen sprang ihm Tim Schmidt drei Dreiern und 11 Punkten zu Seite. Die Rolle des besten Punktesammler sicherte sich US-Guard Jason Boucher (26 Punkte), der die Kulisse im dritten Viertel mit einem spektakulären Drei-Punkt-Spiel zum 63:30 (24. Minute) von den Sitzen riss. „Ich weiß auch nicht, wie der Wurf noch reingefallen ist", lachte der Ami. Trotz eines Fouls zweier Gegenspieler, die ihm beim Korbleger an der Schulter touchierten, hatte Boucher den Ball irgendwie noch unterm Korb stehend verwandeln können.
Als Andreas Endig /16 Punkte) kurz vor der letzten Viertelpause den Vorsprung auf 40 Punkte (76:36 / 29. Min.) hochschraubte nahmen die Titans den Fuß von der Bremse. Dies wirkte sich zunehmend auf die Leistung im Schlussabschnitte aus. Während die Regnitztaler Ergebniskosmetik betrieben, verstrickten sich die Hausherren zunehmend in Einzelaktionen, wodurch die anvisierte 100-Punkte-Marke am Ende nicht mehr geknackt wurde. Aber damit konnten alle leben.
Zufrieden bejubelten die Dresdner Fans den sechsten Saisonsieg, der die Titans weiter an der Tabellenspitze hält. Und so langsam nimmt man sich in Elbflorenz dieser Rolle auch an: „Wir werden auch nächste Woche als Favorit nach Baunach fahren. Wenn wir allerdings anfangen zu glauben, dass uns jetzt die Siege geschenkt werden, dann werden wir unser blaues Wunder erleben", warnt Head Coach Thomas Krzywinski. Konzentriert wird er seine Schützlinge auch auf die nächsten Aufgaben vorbereiten.
Denn auch das nächste Heimspiel wird für die „Titanen" kein Selbstläufer. Am Buß- und Bettag gastiert niemand geringeres als die Zweitliga-Reserve der UniRiesen Leipzig in der Margon Arena. Präsentiert wird das Sachsenderby am Mittwoch, dem 16.11.11, um 18 Uhr von der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. Manager Gert Küchler stimmt schon heute darauf ein: „Traditionell ist der Sparkassen-Gameday am Buß- und Bettag immer ein Highlight, wo wir wieder hoffen, dass wir die 1.000-Zuschauer-Marke knacken werden."
