herzogenaurach longhornsIrgendwie soll es in dieser Saison für die 1.Regionalliga Basketballer der TSH, zumindest bisher, nicht mit den engen Spielen klappen. Erneut verloren die Longhorns vor heimischen Publikum mit lediglich drei Punkten (53:56) gegen die München Basket. Dabei können diesmal zwei Gründe für die enttäuschende Niederlage festgestellt werden. Erstens haben die Longhorns in dieser Saison mit ihrer Trefferquote zu kämpfen, denn bisher hatten sie stets mehr Abschlüsse als ihre jeweiligen Gegner, trafen aber jeweils deutlich schlechter. Zweitens sind sie Opfer des in der Psychologie als Priming bekannten Phänomens. Das bedeutet, dass die Wahrnehmung einer Situation anders ist, wenn zuvor der Wahrnehmende eine Information über die anstehende Situation bekommen hat.  

Trotz alle dem hatten die Longhorns alle Chancen das Spiel zu gewinnen, denn sie starteten gut in Partie. Die starken Thomas Simon und Mike Kaiser dominierten ihre jeweiligen Gegespieler nach Belieben und punkteten auf TS-Seite. Die Münchner taten dies vor allem durch Florian Börstler, der mit seinen dynamischen Zügen zum Korb der Longhorns Verteidigung große Probleme bereitete. So stand es nach dem ersten Viertel 10:9 für die Gastgeber.

Das zweite Viertel war das Viertel der Aurachstädter, denn sie gewannen dieses mit 23:15. Verantwortlich herfür waren in der Offensive der mit seinem Tempospiel überzeugende Benedikt Aumeier und erneut Thomas Simon. In Defensive setzten die athletischen Sebastian Schiele und Rajiv Althaus die Akzente und so konnten sich die TSler auf 33:24 bis zur Halbzeit absetzen.

Nach der Halbzeit kamen die Münchener besser aus der Kabine. Fabian Krichhoff(20 Punkte) netzte immer wieder aus der Halbdistanz ein und Maximillian Härtel zog erfolgreich zum Korb. Die TSH verlor vorübergehend ihren Rhythmus und so konnten die Oberbayern bis vor dem letzten Viertel auf 44:42 verkürzen.

Doch jetzt fanden die Herzogenauracher wieder ins Spiel. Der Neu-Longhorn Aidin Kabir bewies sein Wurftalent und verwandelte zwei Dreier und auch Mike Kaiser meldete sich zurück auf dem Anschreibebogen. Knapp ging es hin und her. Und so konnten sich die Münchner kurz vor Ende einen knappen Vorsprung erspielen. Dennoch hatten die Longhorns noch immer die Chance das Spiel für sich zu entscheiden. Beim Stand von 53:56 und noch fünf Sekunden auf der Uhr hatten die Aurachstädter zwei Freiwürfe und im Anschluss noch Ballbesitz an der Mittellinie, denn die Baskets hatten ein unsportliches Foul begannen. Aber beide Freiwürfe wurden vergeben und der darauffolgende Einwurf wurde zum Gegner gepasst und so verloren die Longhorns erneut hauchdünn eine Partie. Die TSH belegt jetzt mit 1:5- Siegen den vierzehnten Tabellenplatz, während sich die Münchner durch den Sieg auf den achten Rang vorschieben konnten und 3:4-Siege auf dem Konto haben.

"Jetzt heißt es für uns, weiterzuarbeiten, an unserer Wurfquote feilen, die unnötigen Turnovers abstellen und auf eine faire Behandlung zu hoffen. Irgendwann werden unsere Würfe wieder fallen, wichtig ist, dass wir weiter hart trainieren und an uns glauben. Ich bin mir sicher, dass wir in der Rückrunde diese Spiele gewinnen werden." So Trainer Peter Simon nach dem Spiel.

Punkteverteilung: Althaus ; Kaiser 17/1 3er; Simon, F. ; Simon, T. 16; Lösel ; Krempels; Dlugosch; Aumeier 4; Schiele, Kabir 12/4; Finger 4.