weiden-coocoon90:80 Sieg gegen Treuchtlingen - Michal Rolinek Matchwinner vor 600 Zuschauern

Weiden (pta). Mit knapp 35 Jahren ist Michal Rolinek mit Abstand der älteste Spieler im Team der Coocoon Baskets Weiden. Am vergangenen Samstag beim hart umkämpften 90:80 Heimsieg der Coocoon Baskets über die Vfl Treuchtlingen Baskets jedoch wirkte der tschechische Centerspieler wie ein Jungbrunnen für das Team von Trainer Kevin Decker. Denn nicht nur ,dass Rolinek mit acht Punkten und sieben Rebounds maßgeblichen Anteil am vierten Heimsieg der Weidener Basketballer hatte, es war vor allem die Art wie er seine Aktionen setzte, die seiner Mannschaft den entscheidenden Vorsprung verschaffte. „Michal hat uns heute im Schlussviertel am Leben gehalten" lobte Decker seinen Neuzugang aus Marienbad.

Denn nach ausgeglichener erster Halbzeit, als sich weder die Coocoons noch die Gästemannschaft so richtig absetzen konnten, drohte den Weidenern im Schlussviertel das Spiel zu entgleiten. Nach katastrophalem dritten Viertel lagen die Coocoons 59:67 zurück und wirkten nach zuletzt zwei Niederlagen sichtlich von der Rolle. Doch Rolinek, zu Beginn des vierten Viertels von Decker auf das Feld geschickt , brachte mit sehenswerten Offensivrebounds und energischer Verteidigung sein Team auf die Siegerstraße. „Michal ist ein Energizer, das hat uns heute gut getan" sagte Kapitän Daniel Waldhauser nach dem Spiel.

Dabei waren die Coocoon Baskets eigentlich gut in das Spiel gestartet. Zwei schnelle, erfolgreiche Halbdistanzwürfe von Justin Smith sorgten für die erste Führung vor fast 600 Zuschauern in der Weidener Mehrzweckhalle, doch Treuchtlingen hielt von Anfang an dagegen. Immer wieder schafften es die schnellen Aufbauspieler der Gäste in die Weidener Zone zu penetrieren und dann den offenen Mann - meist ausserhalb der Dreipunktlinie – zu finden. Vor allem Sebastian Ferschl traf mit sieben von neuen Dreiern traumwalndlerisch sicher und steuerte 25 Punkte für sein Team bei. Unzufrieden monierte Decker, dass seine Mannschaft die Zone besser „zumachen müsse", doch seine Worte blieben ungehört. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, da Weiden in der Offensive durchaus zu gefallen wußte. Geschickt wurden die Größenvorteile ausgenutzt und so konnten vor allem Marco Miklos ( 12 Punkte ) und Pavel Novak (25 Punkte) immer wieder direkt unter dem Korb punkten.

Nachdem Weiden zur Halbzeit noch mit 49:44 geführt hatte, lief im dritten Viertel plötzlich jedoch nichts mehr für die Mannschaft von Trainer Decker. Ballverlust reihte sich an Ballverlust und Treuchtlingen setzte immer wieder gekonnt Center und Topscorer Stefan Schmoll ein, der mit 25 Punkten wieder bester Werfer seiner Mannschaft war. Mit 23:12 ging der dritte Abschnitt an die Mittelfranken, deren mitgereiste Fans ihre Mannschaft deshalb schon auf der Siegerstraße sahen.

Doch dann gab Michal Rolinek der Heimmannschaft den entscheidenden Schwung, so dass die Coocoons das Spiel noch einmal drehten. Weiden forcierte in der Verteidigung und erzwang Ballverluste der Gäste, die in leichte Fastbreakpunkte umgewandelt wurden, während Treuchtlingens Distanzwürfe ihr Ziel nicht mehr fanden. Zwei minuten vor Schluss führten die Coocoons dann mit zehn Punkten, eine Führung die bis zum Schluss anhielt.

„Gerade nach der zuletzt sehr unglücklichen Niederlage in München, war der Heimsieg sehr wichtig für unser Selbstvertrauen im Hinblick auf die kommenden schweren Aufgaben in Vilsbiburg und Zwickau" zeigte sich Headcoach Kevin Decker erleichtert.

Für Weiden spielten:
Tobias Waldhauser (2), Gaschimov (2), Miklos (12), Novak (25), Schildbach (0), Sixl (0), Langhammer (12), Daniel Waldhauser (5), Smith (24), Rolinek (8), Buckenleib

Für Treuchtlingen spielten:
Reichhardt (2), Ferschl Fabian (8), Linss, Seeberger, Schmoll (25), Ferschl Sebastian (25), Hirschmann, Lang (16), Donaubauer (2), Stecher (2)