Drei Viertel lang dominierten die Gäste aus Breitengüßbach das Spiel und sahen bereits wie der sichere Sieger aus. Im letzten Abschnitt kamen die Ansbacher immer weiter heran und die junge Truppe von Ulf Schabacker verlor etwas die Linie. Dies genügte den Piranhas um einen doch etwas glücklichen 88 : 80 – Sieg nach Verlängerung nach Hause zu bringen.
Das erste Viertel verlief zunächst recht ausgeglichen (10:12 nach fünf Minuten). Die Piranhas hatten viele Versuche, doch aus der Distanz wollte einfach nichts in die Reuse fallen. Zudem bekamen sie zunehmend Probleme mit der ausgezeichneten Verteidigung der Gäste, die den Ansbachern nur wenig Raum gab. Sie kombinierten zwar immer wieder ausdauernd und liefen ihre Systeme durch, doch fanden die Piranhas nur selten den gewünschten Weg zum Korb. Zwischen der sechsten und achten Minute startete Regnitztal eine kleine Serie, erzielte acht Punkte in Folge und konnte sich erstmals leicht absetzten (10 : 18). Das Viertel ging schließlich mit 18 : 23 an die Gäste. Im zweiten Spielabschnitt holten die Piranhas bis zur sechsten Minute stetig auf (32 : 33), da sie vor allem in der Verteidigung engagierter zu Werke gingen. Die Oberfranken hielten sich hauptsächlich durch Freiwürfe im Spiel, ehe sie dann in den letzten drei Minuten einen Zahn zulegten und mit einem 10 : 0 – Lauf die verdiente 33 : 43 – Führung heraus holten. Ausschlaggebend für die Dominanz der Gäste in der ersten Hälfte war sicher ihr kompaktes und couragiertes Spiel, dazu kam aber auch die katastrophale Wurfausbeute der Hausherren, die aus der Nahdistanz nur 33% Treffer erzielten (Regnitztal 46%) und keinen der acht Dreierversuche trafen (5 aus 10).
Auch nach der Halbzeitpause änderte sich an der Trefferquote der Piranhas zunächst wenig. Zwar ließ man in der Defense nur 11 Punkte der Gegner zu, doch wurden auch nur 14 Punkte erzielt, so dass die Regnitztaler die Ansbacher relativ locker auf 7 Punkte Distanz halten konnten (47 : 54). Dann kam das ominöse letzte Viertel, in dem die Ansbacher, angetrieben von Spielertrainer Dean Jenko Punkt auf Punkt heran kamen. Plötzlich traf Matze Meinel unter dem Korb sicher, Goran Petrovic penetrierte wieder wie gewohnt zum Korb und schloss sicher ab. 3:50 vor Schluss gingen die Piranhas erstmals in der Partie in Führung (63 : 62), lagen dann aber 20 Sekunden vor Schluss mit 67 : 70 zurück. Mit einem Dreier – der allerdings der einzige seines Teams bei 15 Versuchen bleiben sollte (!), schaffte Dean Jenko den Ausgleich. Im Gegenzug schloss Regnitztal zu früh und aus ungünstiger Position ab und Ansbach hätte beinahe noch in der regulären Spielzeit gewonnen, doch Petrovics Korbleger ging daneben, was den Fans fünf Minuten Verlängerung bescherte.
In der Overtime hatten die Piranhas den bessren Start und führten durch Punkte von Petrovic und Meinel mit 74 : 71, als Regnitztal ein technisches Foul hinnehmen musste, was die Piranhas eiskalt zur 78 : 71 – Führung nutzten.
Zwar brachte Richter mit einem Dreipunktspiel sein Team noch einmal heran, doch die Ansbacher spielten in der Schlussphase ihre Routine aus und hielten die Gäste auf Distanz.
Richter (22), Daubner, Walde (je 17) und Dizdarevic (11) punkteten für Regnitztal zweistellig, für die Piranhas trafen Petrovic (26), Meinel (18), Jenko (14) und Probst (10) am besten.
