Dresden Titans gewinnen ihr erstes Heimspiel gegen die München Baskets mit 71:69 (20:21, 14:13, 18:16, 19:19)
Dresden, 03.10.11 - Eine Woche nach dem Auftaktsieg in Zwickau ließen die Dresden Titans am gestrigen Samstagabend nun auch den ersten Zweier zu Hause folgen. Vor knapp 500 Zuschauern in der Margon Arena setzte sich die Mannschaft von Head Coach Thomas Krzywinski in einer spannungsgeladenen Partie gegen Titelanwärter München Basket mit 71:69 (34:34) durch. Anders als in der Vorwoche fiel die Entscheidung zugunsten der „Titanen“ diesmal erst in den Schlusssekunden. Und das, obwohl die Hausherren zwei Minuten vor Ultimo noch mit fünf Zählern hinten lagen.
Dreieinhalb Viertel hatte Ex-Nationalspieler Robert Maras (Foto: Ben Gierig) die Titans vor eine schier unüberwindbare Hürde gestellt. Der 2,13 Meter große Center wurde mit 27 Punkten Top-Scorer der Partie. Egal wen Kzrywinski auf den Hünen ansetzte, gegen Maras war kaum ein Kraut gewachsen. „Sie haben ihren besten Spieler wirklich gut gemolken“, honorierte Dresdens Trainer die Taktik des Gegners. Dass die Größenvorteile der Münchner am Ende nicht zum Sieg reichten, lag vor allem an der Dresdner Ausgeglichenheit.
Nach dem frühen 6:2 der Gäste (2. Min.) wussten die Titans das erste Viertel auszugleichen. Auch durch eine Schwächephase zu Beginn des zweiten Abschnitts (23:28, 15. Min.) ließen sich die Sachsen nicht abschütteln. Mit einem Dreier und zwei verwandelten Freiwürfen sorgte Titans-Guard Jason Boucher dafür, dass es beim Stand von 34:34 in die Kabinen ging. Den besseren Start in Hälfte zwei erwischten erneut die Gäste. Da die „Titanen“ im dritten Viertel nur einen aus sechs Freiwürfen verwandelten, gingen die Baskets wieder mit 39:37 (25. Min.) in Führung.
Zwar konnten die Titans die Partie bis zur letzten Viertelpause erneut drehen, doch stand das Schlussviertel unter schlechten Vorzeichen. Schon früh in der zweiten Halbzeit waren mit Patrick Rülke und Georg Dölle zwei der besten Dresdner Verteidiger in Foulprobleme geraten. Die Münchner wussten diese Schwächung in den letzten 10 Minuten zu nutzen. Mit acht Punkten brachte Maras die Bajuwaren erneut in Front. Und als Basktes-Guard Maximilian Härtel 120 Sekunden vor Schluss den Korb zur 68:63-Führung der Münchner traf, geriet der Dresdner Sieg in weite Ferne.
Doch mit Unterstützung der angeheizten Fans rafften sich die Titans noch einmal auf, die Partie ein letztes Mal zu drehen. Mit einem Steal und anschließendem Korbleger leitete Boucher (23 Punkte) die Aufholjagd ein. Angespornt zeigte auch Andreas Endig (16) Kämpferqualitäten. Trotz Größendefizite verkürzte der Routinier mit Anbruch der Schlussminute auf 67:68. Nach einem missglückten Angriff der Münchner folgte das Nervenspiel an der Freiwurflinie. Hier blieben Georg Dölle (13) und Jason Boucher diesmal eiskalt. Dank vier von vier Treffern gingen die Titans mit 71:68 in Front. Das schien Münchens Florian Börstler entgangen zu sein. Statt einen Dreier zu nehmen zog der Flügelspieler in letzter Sekunde zum Korb, wo ihn Andreas Endig mit einem Foul an die Linie schickte. Nach nur einem verwandelten Freiwurf war klar, der Sieger heißt erneut Dresden Titans.
Als Dank für die Unterstützung von den Zuschauerrängen hatten sich die Titans zum Schluss noch eine kleine Showeinlage für ihre Fans einfallen lassen. Mit einem einstudierten Siegestanz verabschiedeten sich „Chefchoreograph“ Patrick Rülke und Co. von den Zuschauern bis zum nächsten Heimspiel in 14 Tagen. Dann begrüßen die Elberiesen am Sonntag, dem 16. Oktober, um 16 Uhr die Coocoon Baskets Weiden. Vorab jedoch warten zunächst zwei Auftritte in der Fremde. Am Montag geht die Reise nach Treuchtlingen, ehe am kommenden Samstag die lange Auswärtsfahrt zum Aufsteiger nach Vilsbiburg wartet.
