Am vergangenem Samstag war mal wieder die Mannschaft mit der eingebauten Hochspannungsgarantie am Werk. Der Name jener Mannen ist Longhorns Herzogenaurach und sie spielen in der 1.Basketball Regionalliga. Zum mittlerweile dritten Mal im fünften Spiel verloren die Herzogenauracher mit drei oder weniger Punkten. Diesmal leuchtete es 60:61 von der Anzeigetafel in der Gymnasiumshalle zu Herzogenaurach. Gewonnen haben leider erneut nicht die Longhorns, sondern die Gäste aus Deisenhofen. Damit befinden sich die Aurachstädter mit 1:4 - Siegen auf dem dreizehnten Tabellenplatz, während die Oberbayern mit 3:2 - Siegen auf dem sechsten Tabellenplatz sind.
Ins erste Viertel starteten die Aurachstädter furios. Der überragende Thomas Simon vernaschte seine Gegenspieler nach Belieben und führte die Longhorns zur 9:2 - Führung nach vier Minuten. Jetzt fanden die Oberbayern besser ins Spiel und konnten sich durch Philipp Stärz auf 12:10 bis zur siebten Spielminute heran kämpfen. Doch der diesmal sehr gut aufgelegte Benedikt Aumeier schlug mit einem Korbleger und einem Dreier pünktlich zum Viertelpausensignal zurück und die TSH führte nach 10 Minuten mit 18:15.
Das zweite Viertel startete mit zwei Körben des starken Mike Kaisers. Unterstützung fand er im weiterhin stark aufspielden Thomas Simon und so setzten sich die Aurachstädter mit 30:21 nach sechs Spielminuten ab. Aber so schnell gaben sich die Deisenhofener nicht geschlagen und kamen durch zwei Dreier, sowie einigen Fast Breaks wieder heran und zur Halbzeit lag die TSH lediglich mit fünf Punkten in Front.(34:29)
Das dritte Viertel begann hervorragend für die Longhorns. Ein Dreier von Sebastian Schiele und zwei weitere Körbe von Mike Kaiser und die TSH führte mit zwölf Punkten(41:29). Aber zwei Deisenhofener Dreier in Folge von Toni Hoffmann und Philipp Först und die Oberbayern verkürzten den Rückstand Stück für Stück. Insgesamt gewann die Gäste leichtes Oberwasser und so führten die Herzogenauracher vor dem Schlussabschnitt nur noch mit 47:44.
Das letzte Viertel begann gut. Ein Dreier von Peter Simon und ein weiterer Freiwurf von ihm und die TSH führte nach drei Minuten mit 51:46. Doch jetzt zogen die Diesenhofener das Tempo an und die Aurachstädter fanden vorübergehend kaum einen Weg zu punkten. So gingen die Oberbayern vier Minuten vor Schluss erstamls durch einen Korb von Philipp Stärz mit 52:51 in Führung. Aber die TSH hielt in Person von Thomas Simon dagegen. Mit all seiner Kraft setzte er sich immer wieder gut unter dem Korb durch und brachte eine Minute vor Spielende seine Mannen mit 60:59 in Front. Bei noch 30 Sekunden auf der Uhr konnte Philipp Först durch einen Korbleger die Deisenhofener mit einem Punkt in Front(61:60) und die TSH hatte Ballbesitz. In diesem ging Peter Simon zum Korb und die Schiedsrichter pfiffen ein stark umstrittenes Offensivfoul gegen Herzogenaurach. Doch die Aurachstädter erkämpften sich im Gegenzug wieder den Ball und hatten bei noch 12 Sekunden den letzten Angriff. Peter Simon zog erneut zum Korb, wurde dabei deutlich gefoult, sodass ihm in dieser Aktion sogar die Kniescheibe raussprang und er verletzt liegen blieb, die Schiedsrichter aber pfiffen nicht. Trotzdem passte er im Fallen noch den Ball zu Thomas Simon, der versuchte per Korbleger abzuschließen. Dieser wurde um ca. zwei Meter von seinem Gegenspieler durch ein deutliches Foul nach hinten versetzt und traf nicht. Die Schiedsrichter pfiffen zum zweiten Mal nicht und die Longhorns hatten verloren.
"Oft kommt es einem so vor, als wenn es in dieser Liga eine klare Bevorteilung der favorisierten Teams und der Spieler, die einen hohen Punkteschnitt erzielen, gibt. Mit dieser Meinung bin ich nicht alleine und selbst die gegnerischen Mannschaften und Fans, die oft diesen Vorteil zu ihren Gunsten haben, sehen das genauso. Ich finde das einfach extrem Schade, denn Sport sollte durch die Spieler und nicht durch die "Unparteiischen" entschieden werden." So ein fachkundiger Beobachter auf der Tribüne.
