wasserburgZu ungewöhnlicher Zeit traten die Damen des TSV Wasserburg das letzte, verschobene Hinspiel in der Saison an. Die Mannschaft wusste, welche Bedeutung das Spiel für den Tabellenstand hatte, denn falls das Spiel verloren gehen sollte, wird es schwer werden den Anschluss an das Mittelfeld zu wahren. Außerdem war bekannt, dass man für Siegeschancen die Schlüsselspielerinn Dana Penno aus dem Spiel nehmen muss.

Das Spiel eröffnete eben diese mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf und signalisierte damit, dass sie auch an diesem Spieltag durchaus treffsicher war. Doch die Wasserburgerinnen ließen sich davon nicht beeindrucken und antworteten mit acht schnellen Punkten aus Steilangriffen. Die Gäste verstanden es als Mannschaft zusammen zu spielen und sahen so immer den freien Mitspieler bei der oberbayerischen Zonenverteidigung. Dieser freie Mitspieler konnte nicht anders als durch ein Foul gestoppt werden, so dass schon nach fünf Minuten die Mannschaftsfoulgrenze erreicht war. Bis zur neunten Minute konnte sich kein Team von dem anderen absetzten; sowohl die Innstädterinnen als auch die Erfurterinnen mussten sich ihre Punkte hart erarbeiten. Nachdem in den letzten Sekunden dieses Viertels zwei Würfe eingenetzt wurden, konnte der TSV mit 24:20 in Führung gehen.

Im zweiten Viertel wurde es auf Grund der engen Raumverteidigung der Gäste immer schwerer Punkte innerhalb der Zone zu erzielen. Doch das sollte kein allzu großes Hindernis für die Gastgeberinnen darstellen. Kamen die Damen des BBC´s in den ersten zwei Minuten bis auf zwei Punkte heran, wurden auf Wasserburger Seiten zwei Drei-Punkte-Würfe verwandelt. Daraufhin erarbeiteten sich die Erfurterinnen, besonders durch den Zug zum Korb und harte Boxout-Arbeit unter ihm, eine Führung von zwei Punkten. Wieder lautete die Antwort: Drei Punkte für Wasserburg! Diese Prozedur setzt sich bis zur Halbzeitpause fort und endete positiv für den TSV der immer noch mit vier Punkten führte (40:36).

Den Start in das dritte Viertel verschlafen – dieses Motto galt für die Mannschaft um Mihael Zovko, welche erst in der fünften Minute zu punkten begann. Während die Gastgeber nur zusahen wie ihre Gegner und Mitspieler agierten, dem Spielgeschehen hinterher liefen und nur durch Fouls das Spiel und die Zeit zum Stehen brachten, waren die Damen aus Erfurt in dieser Passage deutlich smarter und wussten den Zustand der Wasserburgerinnen auszunützen: Sie drehten das Spiel und gingen mit acht Punkten in Führung. Jetzt musste sowohl das Innstädtische Team als auch dessen Trainer reagieren: In der Verteidigung wurde auf eine Box-and-One-Defense umgestellt und im Angriff wurde dazu appelliert das eigene Spiel mit den eigenen Systemen durchzusetzen. Doch trotz aller Bemühungen lief nichts so wie geplant und die Gäste konnten ihrem Vorsprung bewahren (51:59).

Auch im letzten Viertel schien die Heimmannschaft nicht mehr in das Spiel zurückzufinden. Trainer Zovko versuchte durch vermehrten Spielerwechsel die passende Konstellation auf dem Feld zu finden, doch die sollte es in dieser Partie nicht geben. Egal welche Hebel das Team in Bewegung zu setzen versuchte, der Rückstand konnte nicht verkleinert werden. Bis zur letzten Spielminute waren die Gäste immer einen Schritt schneller und hatten so den Sieg (63:75) verdient.

Jetzt hieß es dieses Spiel abzuhacken und sich physisch und psychisch auf das Spiel am nächsten Tag einzustellen.

Es spielten: Sasjadvolk N. 3, Gröger S. 6, Yavuz S., Lang F. 2, Lang K. 1, Pokk M. 16, Lehnert T. 8, Freiberger H. 9, Dausinger F. 14, Zeller M. 4