Am vergangenem Samstag gewannen die Regionalliga Basketballerinnen der TSH ihr elftes Saisonspiel und bleiben so weiter an der Tabellenspitze, bei einer Bilanz von 11:3 - Siegen. Ihre Gäste aus Wasserburg geraten durch die Niederlage weiter in den Abstiegstiegsschlamassel hinein, haben jetzt 3:11 - Siege auf dem Konto, befinden sich damit auf dem elften und zugleich vorletzten Tabellenplatz. Nun müsssen sie dringend in den nächsten beiden Spielen einen Erfolg einfahren, damit sie noch eine gute Chance haben, sich ans rettenden Ufer zu flüchten. Die Shorthorns sind dagegen nach der Niederlage in der Vorwoche wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt und streben nach dem ultimativen Aufstieg.
Im ersten Viertel sah es aber noch gar nicht nach einem Sieg der Aurachstädterinnen aus. Lethargisch wirkte ihr Spiel, die Wasserburgerinnen hingegen überquerten das Spielfeld wieselflink, fanden dann zumeist die freistehende Mitspielerin und diese verwandelte den offenen Wurf hochprozentig. Insbesonders tat sich hier Mailis Pokk(22 Punkte) hervor, die sowohl aus dem Dreipunktbereich, als auch direkt am Zonenrand erfolgreich punktete. Bei den Herzogenauracherinnen lief wenig zusammen, lediglich die kampfstarke Theresa Heinz konnte Akzente setzen. So stand es nach dem ersten Viertel 18:11 für den Tabellenvorletzten.
Das zweite Viertel verlief dann schon eher in die Richtung, wie sich dass die Shorthons vorgestellt hatten. Kerstin Wägner übernahm jetzt vermehrt die Verantwortung im Abschlus und scorte hauptsächlich aus dem guten Herzogenauracher Fast-Break-Spiel. So verkürzten die Shorthorns den Rückstand Punkt um Punkt. Eine Minute vor der Halbzeit stand es dann nur noch 26:28 für Wasserburg. Doch zwei Dreier von Mailis Pokk in Folge und der Rückstand zur Halbzeit betrug wieder acht Punkte(26:34).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit schienen den Wasserburgerinnen die Kräfte zu schwinden. Kaum ein Angriff wurde mehr erfolgreich abgeschlossen, dazu kamen noch etliche unnötige Fehlpässe, die vor allem auf Konzentrationsprobleme zurückzuführen waren. Die Herzogenauracherinnen nutzten die Schwächephase, wie es sich für einen Tabellenführer gehört, gekonnt aus. Ilona Brox spielte sich nun in den Vordergrund, inszenierte den Herzogenauracher Fast-Break bravourös, wodurch die Shorthorns an den Wasserburgerinnen vorbeiziehen konnten. Vor dem Schlussabschnitt stand es dann 49:45 für den Tabellenprimus.
Das letzte Viertel sollte in ähnlicher Manier weitergehen, wie es schon das dritte Viertel tat. Allerdings sorgten jetzt häufiger Regine Brox und Kerstin Wägner für Punkte und auch Anna Friedmann reihte sich in den Punktereigen mit ein. Die Wasserburgerinnen konnten sich den Hochgeschwindigkeitsansturm der Aurachstädterinnen nicht mehr erwehren und fanden kein Mittel, um wieder ins Spiel zu kommen. So zogen die Shorthorns schnell auf zehn Punkte davon und verwalteten im Anschluss souverän die Führung. Schließlich gewannen die Shorthorns ein gar nicht so leichtes Spiel mit 69:59.
" Vor allem zu Beginn der Partie taten wir uns sehr schwer. Mailis Pokk schaltete und waltete nach Belieben. Im dritten Viertel konnten wir sie dann deutlich besser in Schach halten und das hat es uns schlussendlich ermöglicht, die Wasserburgerinnen in die Knie zu zwingen. Ein Extrakompliment hat sich heute Kerstin Wägner verdient, die nicht nur stark in der Offensive agierte, sondern vor allem in der Defensive für viele Ballgewinne sorgte, die uns den entscheidenden Vorteil einbrachten. Die nächsten Spiele müssen wir unbedingt besser beginnen, denn wir werden nicht jedes Mal ein solchen Rückstand aufholen können." So der Erfolgstrainer Markus Schönmüller nach dem Spiel.
