herzogenaurach-shorthornsAm vergangenem Samstag gewannen die Regionalliga Basketballerinnen der TSH mit 80:59 gegen den MTSV Schwabing. Mit diesem Erfolg konnten sich die Herzogenauracherinnen weiterhin an der Tabellenspitze behaupten und haben nun 10:2 - Siege auf dem Konto und können sich nun entspannt anschauen, was die Konkurrenz des zweiten Platzes aus Leipzig zu leisten vermag. Die Schwabingerinnen kamen mit viel Ambition in die Aurachstadt, konnten aber ihrem Anspruch nicht entsprechen und benahmen sich einer Regionalligamannschaft ungebührend. Mit Beleidigungen unter der Grürtellinie verabschiedeten sich die Münchner von den Herzogenauracherinnen. Nach dem Misserfolg liegt Schwabing mit 6:6 - Siegen dem fünften Rang und befinden sich somit im Niemandsland der Liga.

Das erste Viertel fand auf einem hohen Regionalliganiveau statt, keine Mannschaft konnte sich einen Vorsprung erspielen. Die beste Herzogenauracherin, in Person Ilona Brox (22 Punkte), setzte zunächst Akzente, bis sie schließlich von der starken und treffsicheren Laura Angerstein (14) aus der Ferndistanz Unterstützung erhielt. Bei den Schwabingern tat sich vor allem die agile Magali Freitas (23) hervor, die hauptsächlich aus der Mitteldistanz und direkt unter dem Herzogenauacher Korb zum Erfolg kam und so ihr Team im Spiel hielt. So kam es, dass die Aurachstädterinnen sich zwar etwas absetzen konnten, allerdings sich keinen entscheidenden Vorteil erarbeiten konnten. So stand es nach dem ersten Viertel 19:16.

Das zweite Viertel konnten die Oberbayerinnen noch ähnlich ausgeglichen gestalten. Dies gelang ihnen vor allem durch ihre Ganzfeldpresse, welche die Shorthorns immer wieder zu unnötigen Fehlpässen nötigte und für leichte Schwabinger Punkte sorgte. Überwanden die Shorthorns aber die Schwabinger Presse erfolgreich, punkteten jetzt die abgeklärte Kerstin Wägner und Sonja Hildel. Dadurch gingen die Herzogenauracherinnen mit einer kleinen Führung in Halbzeitpause (35:31).

In dieser wusste Trainerfuchs Markus Schönmüller ganz genau, wie er seine Damen voran bringen konnte. Er installierte ein Ganzfeldsystem, welches seinen Schützlingen erlaubte, die Ganzfeldpresse Schwabings mit Leichtigkeit zu überwinden. Dadurch setzten sich die Shorthorns Punkt um Punkt ab und die Münchnerinnen fanden kein Mittel, den Herzogenauracher Angriffswirbel zu stoppen. Selbst fiel den Landeshauptstädterinnen offensiv recht wenig ein und so führten die Aurachstädterinnen nach dem dritten Viertel schon vorentscheidend mit 59:39

Nur acht Punkte ließen die Shorthorns ihre Gegenerinnen im dritten Viertel machen und anschließend hatten sie das Spiel komplett unter Kontrolle. Zwar versuchte der Schwabinger Trainer noch mal alles und wechselte seine Verteidigungsformen im Minutentakt, aber die Herzogenauracherinnen hatten immer die bessere Antwort parat. Theresa Heinz sorgte mit all ihrem Einsatz für spektakuläre Aktionen und Ilona Brox brachte das Spiel durch einige Dreier in sichere Gefilde. Somit gewannen die Herzogenauracherinnen schließlich verdient mit 80:59 und sind weiterhin der Topfavorit auf dem Aufstieg.

"In der ersten Halbzeit haben wir uns einfach zu viele Fehler erlaubt, was die Schwabingerinnen im Spiel hielt. In der zweiten Halbzeit konnten wir diese abstellen und wir haben schlussendlich souverän gewonnen. Sollten wir in diesem Rhythmus weiterspielen, sehe ich für meine Mannschaft in dieser Liga kein Limit. Wir versuchen einfach locker zu bleiben und in jedem Spiel das Beste zu geben und am Ende werden wir sehen, was herauskommt. Ich bin auf jeden Fall schon jetzt extrem Stolz auf meine Damen." So Trainer Markus Schönmüller nach dem Spiel.

TSH: Angerstein 14/2 Dreier, I. Brox 22/3, Siebert 2, Hildel 9, Heinz 7, R. Brox 4, Wittmann, Friedmann 4, Riegner 2, Klisanic 4, Wägner 12/2, .