Einen möglichen Sieg verschenkten die Basketballdamen des TSV Nördlingen am Sonntagnachmittag im Duell mit der 2. Mannschaft von Zweitligist Friendsfactory München. Die Nördlinger Damen lagen fast drei Viertel der Begegnung in Front, stellten jedoch im letzten Viertel nach Auffassung von Coach Andi Ebertz mehr oder wenig die Bemühungen sowohl in der Offensive wie in der Defensive ein. Die Folge war, dass die Gastgeberinnen mit einem 19:10-Lauf im letzten Viertel mit 75:63 einen verdienten Sieg feierten.
Die Nördlinger waren nur mit sieben Spielerinnen angereist, da sich Amelie Wittmann bei einem Fahrradunfall verletzt hatte und Fanny Szittya bei den HELI-Damen engagiert war. Trotzdem hatten sie einen guten Start. Der Ball wurde konsequent unter den Korb gespielte, wo vor allem Kathie Veh im Zug zum Korb nur mit Fouls gestoppt werden konnte (16 Freiwürfe). Dadurch führten die Gäste nach zehn Minuten mit 20:15 und hatten zur Halbzeit beim 41:40 auch noch einen knappen Vorsprung. Doch schon im dritten Viertel gingen die Gastgeberinnen mit 56:53 in Führung, die sie dann bis zum Ende auf 75:63 ausbauten. Dabei gaben ihnen die Gäste dank nachlassendem Einsatz immer wieder die Möglichkeit zu dritten und vierten Chancen, die sie nutzten. Letztlich war der Siegeswille der Jahn-Mädchen deutlich größer als der der TSV-Mannschaft.
In der Nördlinger Mannschaft überzeugten nur Kathie Veh mit einer sehr starken Verteidigung gegen die Topscorerin der Gastgeber und einer 100%-igen Umsetzung der Vorgaben in der Offensive sowie Louisa Mussgnug mit einer fehlerfreien Partie auf der völlig ungewohnten Position der Spielmacherin. Mit der Niederlage haben die TSV-Damen relativ leichtfertig den Sprung auf den dritten Tabellenplatz vergeben.
