Am vergangenem Sonntag haben die Regionalliga Basketballerinnen der TSH eine klare Machtdemonstration abgeliefert. Denn was da in Zwickau gegen die dortigen Damen des BC Zwickau von Statten ging, hat in einer Regionalliga absoluten Seltensheitswert. Die Shorthorns gewannen nämlich das Spiel mit 31:71 und stellten so den vereinsinternen Rekord für die am wenigsten zugelassenen Punkte auf. Zwar fehlte den Sächsinnen ihre beste Spielerin Elena Golovacheva, aber auch dies kann diese Schmach nicht wirklich erklären, denn die Zwickauerinnen holten sich über die Winterpause eigentlich halbwegs adäquaten Ersatz. Nach diesem Erfolg liegen die Shorthorns weiterhin an der Tabellenspitze mit 9:2 - Siegen und nach einem weiteren Fehltritt der Würzburgerinnen liegt nur noch der punktgleiche BBV Leipzig mit den Aurachstädterinnen auf Augenhöhe. Die Sächsinnen müssen sich nach dieser Niederlage ernsthaft mit dem Schreckgespenst Abstieg beschäftigen und haben bei jetzt 3:8 - Siegen den vorletzten Tabellenplatz eingenommen.
Schon im ersten Viertel sollte sich das Fiasko anbahnen. Die Herzogenauracherinnen legten trotz der langen Anfahrt los, als wenn es kein Morgen gäbe. Die starke Ilona Brox(14 Punkte) markierte die ersten TS Punkte durch einige gut herausgespielte Fast Breaks und die Shorthorns übernahmen von Beginn an die Führung. Bei den Zwickauerinnen lief gar nichts zusammen und sollten sie doch einmal einen freien Wurf bekommen, wurde dieser klar vergeben. So ergab es sich, dass die TSH zur Viertelpause schon 4:20 führte.
Das zweite VIertel gestaltete sich ähnlich, nur dass die Gastgeberinnen ein wenig besser agierten. Angy Thieme zeigte, dass sie das Basketball spielen noch nicht ganz verlernt hatte und führte die Zwickauerinnen zu einem zaghaften Aufbäumen. Doch dieses Aufbäumen hielt sich derart in Grenzen, dass die Shorthorns weiter wegziehen konnten. Die sehr gut aufgelegte Sonja Hildel traf aus der Mitteldistanz und Regine Brox dominierte unter den Körben. So wurde auch dieses Viertel deutlich von den Aurachstädterinnen gewonnen und das Spiel war beim Stand von 40:15 schon entschieden.
DIe zweite Halbzeit nahm dann genauso ihren Lauf, wie man es bei so einem Halbzeitergebnis erwarten kann. Die TSH nahm etwas Wind aus den Segeln und die Zwickauerinnen konnten dadurch das Spiel ausgeglichener gestalten. Kerstin Wägner zeigte, dass sie nach einer durchwachsenen Hinserie, die Zeit über Weihnachten sehr gut genutzt hat und lief zur alter Zweitligaform auf. Zusammen mit der überzeugenden Hella Siebert überrannten sie ein ums andere Mal die Verteidigung der Gastgeberinnen und so wurde die Führung konstant ausgebaut.
Für die Zwickauerinnen sollte aber weiterhin wenig laufen. Neun Punkte im dritten Viertel und sieben im vierten Viertel waren die magere Ausbeute. Allerdings erzielten die Schönmüller Schützlinge auch nur noch 31 Punkte in der zweiten Halbzeit, was aber vor allem daran lag, dass sie nun viel für die kommenden Spiele ausprobierten. Schließlich endete die Partie 71:31 für die Shorthorns und alle Beteiligten waren froh, dass das Spiel zu Ende war.
" Insgesamt war es ein sehr seltsames Spiel. Ich habe selten erlebt, dass eine Mannschaft geschlossen wohl ihren schlechtesten Tag in der gesamten Saison erwischt. Für uns war es natürlich ein gutes Spiel, denn wir waren ja auch sehr dezimiert hier her gereist und hatten uns schon schlimmeres ausgemalt. Aber so konnten wir heute etliche neue Varianten ausprobieren und alle Spielerinnen bekamen viel Spielzeit. Ab nächster Woche erwarten uns wieder schwerer Aufgaben und wir dürfen jetzt nicht zu zufrieden werden, sondern müssen weiter unseren Siegeshunger aufrecht halten." So Trainer Markus Schönmüller nach dem Spiel.
TSH: Angerstein 4, I. Brox 14, Siebert 9, Hildel 18, R. Brox 8, Friedmann 4,Wägner 16.
