Die Damen Basketballerinnen der TSH sind ebenso wie ihre männliche Kollegen, die Longhorns, erfolgreich in die Saison gestartet. Mit 70:63 konnten sich die Shorthorns gegen die TG Würzburg durchsetzen und haben damit die Tabellenführung in der ersten Regionalliga Südost übernommen. Zusammen mit dem BBV Leipzig, die den zweiten Platz belgen, weisen sie jetzt 8:2 - Siege auf, die Unterfränkinnen haben nach dieser Niederlage 7:3- Siege auf dem Konto und ranigeren auf dem dritten Platz. Somit haben die Herzogenauracherinnen bewiesen, dass sie erstens, die sechswöchige Winterpause gut überstanden haben, zweitens, wohl ein gewichtiges Wort in Sachen Aufstieg mitsprechen werden.
Allerdings sah es nicht das ganze Spiel nach einem Sieg der Aurachstädterinnen aus. Denn anfangs spielten die wieselflinken Unterfränkinnen forsch auf und kamen durch ihre gut vorgetragenen Schnellangriffe immer wieder zu Punkten. Die Herzogenauracherinnen verließen sich auf ihr solides Halbfeldspiel und kamen durch das dynamische Schwesternduo Ilona und Regine Brox zu ihren Erfolgen. Während Ilona Brox dies vor allem per Zug zum Korb und aus der Halbdistanz tat, wühlte sich Regine Brox mit Kraft und guter Fußarbeit zum Erfolg. So führten die Herzogenauracherinnen nach dem ersten Vierel mit 17:15.
Ähnlich knapp ging es auch im zweiten Viertel zu. Beide Mannschaften agierten auf höchstem Regionalliganiveau und schonten sich zu keinem Zeitpunkt. Sonja Hildel sorgte jetzt für wichtige Impulse und Theresa Heinz spornte die Mannschaft mit ihrem übersprudelndem Kampfgeist zu einer Verteidigungsmeiserleistung an. Allerdings standen die Würzburgerinnen den Herzogenauracherinnen in keinem Punkt nach und es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Das gesamte VIertel über wechselte die Führung hin und her und zur Halbzeitsirene führten die Shorthorns mit 31:30.
Zum Leidwesen der Aurachstädterinnen kamen die Unterfränkinnen deutlich besser aus der Kabine. Durch die Erhöhung ihrer defensiven Intensität konnten die Würzburgerinnen etliche Ballgewinne verzeichnen, die sie postwendend in Fast Break Punkte umwandelteten. Blitzschnell überquerten sie mit zwei, drei Pässen das Spielfeld und standen dann oft in Überzahlsituationen vor der überrumpelten Herzogenauracher Verteidigung und nutzten diese gekonnt. Lediglich Kerstin Wägner und Ilona Brox konnten dagegen halten, schafften es aber nicht die Führung auf Seiten der Shorthorns zu belassen. Vor dem Schlussabschnitt stand es dann nämlich 53:49 für die Gastgeberinnen.
Jetzt aber zeigte sich erneut die schon in der Hinrunde so exzellente Moral. Eine aggressivere Gangart in der Defensive, gepaart mit entschlossenen Aktionen in der Offensive waren das Erfolgsrezept der Herzogenauracherinnen. Theresa Heinz und Regine Brox dominierten fortan den defensiven Rebound, was den Shorthorns ein schnelleres Spiel erlaubte und sie so das eigentlich typische Würzburger Spiel für sich übernahmen. Fünf Minuten vor Spielende konnten die Aurachstädter zum 58:58 ausgleichen. Die Pace wurde weiterhin hochgehalten und die Shorthorns zogen davon. Unnachahmlich agierte das gesamte Team wie eine gut geölte Maschine und schaffte es so, den 70:63 Erfolg zu sichern.
"Ich bin hocherfreut über den Sieg. Es haben sich heute zwei Mannschaften auf gleichen Niveau getroffen und es hat schlicht der größere Wille im letzten Viertel entschieden. Dazu haben wir im Schlussabschnitt besser unsere Spielstruktur durchsetzen können und so schließlich verdient gewonnen. Für solche Spiele trainiert man das ganze Jahr und um so schöner ist es, wenn man gewinnt." So ein überglücklicher Tainer Markus Schönmüller nach dem Spiel.
