Die Regionalliga Basketballerinnen der TSH haben am vergangenem Samstag wieder die Tabellenspitze übernommen. Mit 77:52 konnten sich die Shorthorns deutlich gegen ihre Kontrahentinnen des BBC Bayreuth durchsetzen. Nachdem die Gäste aus der Wagnerstadt zunächst noch gut mithalten konnten, hatten sie in der zweiten Halbzeit dem Sturmlauf der Aurachstädterinnen nichts mehr entgegenzusetzen und mussten ihre Niederlage akzeptieren. Die TSH hat momentan 7:2-Siege auf der Habenseite und schaut Tag ein Tag aus mit Freuden auf die Tabelle. Die Bayreutherinnen belegen den sechsten Tabellenplatz bei 3:3 - Siegen und müssen fortan aufpassen, nicht in akute Abstiegsgefahr zu geraten.
Das erste Viertel startete mäßig für die Shorthorns, denn die beste Bayreutherin Stefanie Gehring(17 Punkte) feuerte aus allen Rohren. Ob einen Dreier aus knapp acht Metern oder per Zug zum Korb, die treffsichere Flügelspielern war kaum zu stoppen. So erspielten sich die Wagnerstädterinnen schnell einen 16:9 Vorsprung. Doch nun kam die diesmal superbe Sonja Hildel (18) ins Spiel und setzte sogleich Akzente. Ein Sprungwurf aus der Mitteldistanz und ein Dreipunktspiel später und die TSH konnte bis zur Viertelpause auf 17:20 verkürzen.
Im zweiten Viertel übernahmen aber jetzt schon die Shorthorns das Kommando. Laura Angerstein und die agile Ilona Brox(14) trafen ihre Dreier und die Herzogenauracherinnen gingen erstmals in Führung. Fortan forcierten die Aurachstädterinnen ihr Centerspiel und die mit allen Wassern gewaschene Regine Brox und die kampfstarke Theresa Heinz kamen zu punkten. Die Gäste aus Oberfranken wurden in diesem Viertel auf lediglich 12 Punkte gehalten und so führten die Hausherrinnen mit 38:32 zur Halbzeit.
Das dritte Viertel sollte das siegbringende Viertel für die Shorthorns werden. Kerstin Wägner und Hella Siebert kamen aufgrund ihre Schnelligkeit zu leichten Punkten aus dem Fast Break und die TSH zog davon. Sonja Hildel und Ilona Brox machten dort weiter, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatten und so stand es 53:39 vor dem letzten Viertel. Nur magere sieben Pünktchen waren den Wagnerstädterinnen gelungen und ihre Moral war am Boden.
Das letzte Viertel spielten die Herzogenauracherinnen routiniert nach Hause. Anna Friedmann und sogar Koni Klisanic konnten sich in die Punkteliste eintragen und Neuzugang Julia Over markierte ihre ersten Punkte im shorthornschen Dress. Auf Bayreuther Seite hielt nur noch Eva Wittmann dagegen, die 18 Punkte und damit 16 mehr als ihre Schwester Laura im TS Aufgebot erzielte. Allerdings trug erneut Laura den Sieg davon, ebenso wie schon vor einigen Wochen gegen die dritte Wittmann Schester Amelie, die in Nördlingen spielt. Am Ende gewannen die Shorthorns verdient mit 77:52 und sind damit wieder an die Tabellenspitze zurückgekehrt, da der vorherige Spitzenreiter Würzburg gegen Leipzig verloren hat und nun auf dem dritten Rang abgerutscht ist.
"Wir haben heute eine durchweg souveräne Leistung gezeigt. Am Anfang haben die Bayreutherinnen eine überdurchschnittliche Wurfquote gehabt, die sie aber nicht durchhalten konnten. Ich freue mich, dass jede Spielerin ihren Anteil zum Erfolg beitragen konnte und diese Tiefe der Mannschaft wird uns in dieser Saison noch oft helfen." So Trainer Markus Schönmüller nach dem Spiel.
TSH: Angerstein 8/2 Dreier, I. Brox 14/2, Siebert 5/1, Hildel 18/1, Heinz 5, R. Brox 6, Wittmann 2, Friedmann 3, Over 3/1, Klisanic 6, Wägner 7/1, .
