Die 1.Regionalliga Basketballerinnen der TSH verloren am vergangenen Sonntag vorübergehend die Tabellenspitze. Nach einem für die Herzogenauracherinnen atypischen Spielverlaufs, was bedeutet, dass sie diesmal in der Halbzeit führten, verloren sie schließlich doch noch bei der Friendsfactory München mit 61:70. Somit rutschen die Shorthorns auf den zweiten Tabellenplatz ab und haben jetzt eine Bilanz von 6:2-Siegen, die Oberbayerinnen verbessern hingegen ihr Punktekonto auf 4:4 – Siege und springen dadurch auf den fünften Rang nach vorne.
Endlich schafften es die Herzogenauracherinnen den Start nicht zu verschlafen und kamen durch einige Korbleger der diesmal sehr starken Theresa Heinz (16 Punkte) gut ins Spiel. Schnell erspielten sich die Shorthorns eine kleine Führung, die aber durch die überragende Julia Pfettner(20) schnell wieder egalisiert wurde. Pfettner erwischte einen Sahnetag von der Dreipunktelinie und versenkte gleich deren fünf. Zur Viertelpause führte die TSH mit drei Punkten.(16:19)
Und auch im zweiten Viertel sollte es aus TS-Sicht weiter gut laufen. Anna Friedmann setzte jetzt erstmals Akzente, versenkte einen Dreier und auch Laura Angerstein zog immer wieder engagiert zum Korb und setzte ihre Mitspielerinnen gekonnt ein. Insbesondere die sich gut bewegende Regine Brox profitierte von den guten Anspielen Angersteins und kam zu einigen leichten Korblegern. Doch auch die Münchnerinnen fanden ihre Wege, die TS-Abwehr zu überwinden. Dies taten sie entweder mit Schüssen aus der Ferndistanz von Julia Pfettner oder durch Körbe aus dem Fast-Break durch Sarra Lajmi und Nadine Walsh. Zur Halbzeit führte die TSH abere weiterhin knapp mit 34:36.
Das dritte Viertel sollte den Shorthorns jetzt zum Verhängnis werden. Die Oberbayerinnen zogen nach der Pause in der Verteidigung an und hatten sich nun gut auf die Herzogenauracher Offensivsysteme eingestellt. Den diesmal stark dezimierten Shorthorns, es fehlten mit Kerstin Wägner, Lubica Cadordzic und Tina Riegner gleich drei Leistungsträgerinnen, gelang es diesmal nicht, mit individueller Klasse den Gegner trotz adaptierter Verteidigung auszuspielen. Ergebnis war, dass die Herzogenauracherinnen nur 10 Punkte in diesem Viertel erzielten, die Münchnerinnen hingegen 23. Dies taten sie vor allem durch eine ausgeglichene Mannschaftsleistung, in der gleich sechs Spielerinnen sieben Punkte oder mehr erzielten. Somit stand es vor dem Schlussabschnitt 57:46.
Aber die Shorthorns gaben sich nicht auf. Mit leidenschaftlichen Einsatz versuchten sie noch mal heranzukommen. Ilona Brox zog vermehrt zum Korb und versuchte selbst zu punkten oder ihre Mitspielerinnen einzusetzen, bis sie schließlich bei noch fünf Minuten Spielzeit mit fünf Fouls auf die Bank musste. Dies zerstörte auch das letzte Fünkchen Hoffnung auf ein shorthornsche's Comeback und die Freundesfabrik aus München spielte die Partie routiniert zu Ende und gewann schlussendlich verdient mit 70:61.
„Am Ende hat uns aufgrund all der Ausfälle die Kraft gefehlt, um noch mal zurück ins Spiel zu kommen. Wir haben heute an sich ein gutes Spiel gespielt, Theresa Heinz und Regine Brox haben heute sogar ein großartiges Spiel geboten, aber das hat leider nicht gereicht, um die sehr ausgeglichenen Münchnerinnen zu besiegen. Jetzt müssen wir sehen, wie wir mit unserer stets angespannten Personalsituation umgehen können, damit wir nächste Woche unser Heimspiel wieder für uns entscheiden können." So Trainer Markus Schönmüller nach dem Spiel.
Punkteverteilung: Brox I. 7; Brox R. 12; Heinz 16; Friedmann 10/2 3er; Angerstein 5/1; Klisanic 3; Siebert 4; Hildel 4;
