herzogenaurach-shorthornsDie 1.Regionalliga Basketballerinnen der TSH haben durch einen sensationellen 58:54 - Heimerfolg gegen den BBV Leipzig die Tabellenspitze der Regionalliga verteidigt. Mit nunmehr 6:1 - Siegen auf dem Konto haben die Shorthorns jetzt ein für allemal bewiesen, dass sie zu den Topteams der Liga gehören und mit ihnen in Sachen auf Aufstieg definitiv zu rechnen ist. Die Sächsinnen mussten durch die Niederlage einen herben Rückschlag in ihren Aufstiegsbemühungen hinnehmen, weisen eine Bilanz von 4:2 - Siegen auf und sind auf dem vierten Tabellenplatz. Der shorthornsche Sieg war aber alles andere als eine sichere Sache, lagen sie doch die ersten drei Viertel zurück und konnten erst in den Schlussminuten das Spiel drehen.

Doch fangen wir von vorne an. Die sächsischen Gäste erwischten den besseren Start und gingen durch die bärenstarke Lena Hoffahrt(20 Punkte) erstmal in Führung. Die TSH tat sich gegen die starke Defensive ihrer Kontrahentinnen schwer, war der Weg zum Korb ja oft gleich durch mehrere Gegenspielerinnen verspeert und die Würfe aus der Ferndistanz sollten noch nicht fallen. Zwar setzte die erneut gut aufgelegte Ilona Brox (10) immer wieder Akzente, aber am 20:12 - Rückstand der Herzogenauracherinnen nach dem ersten Viertel konnte auch dies nichts ändern.

Das zweite Viertel konnten die Aurachstädterinnen jetzt ausgeglichener gestalten. Vor allem über ihre großen Spielerinnen um Lubica Cadordzic, Theresa Heinz und Regine Brox fand die TSH vermehrt zum Erfolg. Allerdings hielten die Gäste mit all ihrer Athletik dagegen und Katharina Wohlberg und Jenny Van Doorn kamen im Fast Break zu leichten Punkten. Insgesamt gelang aber beiden Seiten nicht sehr viel und so gewannen die Shorthorns das zweite Viertel mit 12:11, was zum 31:24 Halbzeitergebnis führte.

Im dritten Viertel sollte das Spiel weiterhin ein sogenanntes "Low Scoring Game", d.h. ein Spiel mit wenig Punkten, bleiben. Allerdings hatten die Herzogenauracherinnen leichte Vorteile auf ihrer Seite. Die immer besser in Form kommende Kerstin Wägner setzte sich jetzt durch ihre Schnelligkeit im Fast Break in Szene und Laura Angerstein netzte aus der Ferndistanz ein. Doch noch konnten die Sächsinnen dem Herzogenauracher Druck etwas entgegensetzen und Lena Hoffahrt punktete weiter fast nach Gusto. Vor dem letzten Viertel lagen die TSlerinnen dann aber nur noch mit 37:43 im Rückstand.

Und jetzt sollte dasselbige geschehen, wie schon im Heimspiel gegen Nördlingen. Die Shorthorns zeigten, dass sie eine Mannschaft mit Moral sind und im Ernstfall noch einen Gang höher schalten können. Denn die Leipzigerinnen wurden nun enorm hart verteidigt, verloren etliche Bälle, welche anschließend durch Kerstin Wägner, Ilona Brox und Anna Friedmann in Zählbares umgemünzt wurden. Punkt um Punkt holten die Shorthorns auf, bis sie schließlich zwei Minuten vor dem Ende an den Leipzigerinnen gar vorbeiziehen konnten und schlussendlich das Spiel für sich entscheiden konnten. Erneut hatten die Aurachstädterinnen ein fast schon verloren geglaubtes Spiel gedreht und damit verdient den sechsten Saisonerfolg eingefahren.

" Ich bin überglücklich. Meine Mannschaft hat heute enorm viel Herz bewiesen und das bessere Ende für sich gehabt. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit besser auf die Verteidigung der Leipzigerinnen eingestellt und konnten so das Spiel drehen. Die Nervenstärke meiner Damen ist in dieser Saison einfach beeindruckend und wir werden jetzt konzentriert weiter arbeiten und versuchen die Tabellenspitze so lange wie möglich zu verteidigen." So Trainer Markus Schönmüller nach dem Spiel.

TSH: Angerstein 10/3 Dreier, I. Brox 10/2, Siebert, Hildel 1, Heinz 4, R. Brox 10, Wittmann, Friedmann 6, Klisanic, Wägner 10/1, Cadordzic 7.