Nachdem Heimsieg gegen Zwickau, stand wieder ein Team aus dem Osten auf dem Programm. Diesmal ging es nach Erfurt, die vom Rückzug vom Zweitligisten Jena profitiert haben und ihren Kader erheblich verstärkt hatten. Vergangene Saison wurde am letzten Spieltag mit dem ersten Auswärtssieg in Erfurt der Abstieg in die Bayernliga vermieden. Ohne die letztjährige Topscorerin Sakriß traten die Gastgeber an, auf Bayreuther Seite stand nur ein Rumpfteam mit sieben Spielerinnen zur Verfügung, kurzfristig fiel noch Doppellizenzspielerin Kathrin Gut aus, die von ihrem Stammverein nicht die Freigabe für dieses Spiel bekam.
Den besseren Start erwischten die Domstädterinnen und lagen nach 5. Minuten mit 11:2 in Front. Nach einer Auszeit von Trainer Stephan Tritschel fand man das richtige Mittel und gestattete bis zum Viertelende keinen Korb mehr und erzielte 16 Punkte in Folge. Besonders Stefanie Gehring zeigte in dieser Phase ihr Können und sammelte bis dahin 12 Punkte, darunter zwei Dreier.
Der zweite Abschnitt verlief ausgeglichen und die Bayreutherinnen gingen mit einem 30:35 Vorsprung in die Pause.
Nachdem Seitenwechsel waren wieder die Erfurtherinnen am Drücker und übernahmen kurzfristig mit 37:35 die Führung. Wiederrum eine Auszeit leitete wieder einen 8:0 Lauf ein. Bis zum Ende des dritten Viertels wurde der Vorsprung auf 51:42 ausgebaut.
Im Schlussabschnitt erhöhten die Gastgeberinnen nochmals den Druck und angefeuert von den Einheimischen Fans schmolz der Vorsprung. Trotz einem Dreier von Steffanie Gehring und sieben Punkte von Anke Mauch übernahmen die Hausherrinnen zwei Minuten vor Schluss durch einen Dreier von der starken Aufbauspielerin Dana Penno (19 Punkte) die 62:61 Führung. Kapitänin Anna Zwiers übernahm die Verantwortung und führte ihr Team mit 5 Punkten in einer hektischen Schlussminute zum verdienten Sieg. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragten Aufbauspielerin Eva Wittmann die unter Druck über die gesamte Spielzeit umsichtig den Ball verteilte und die Treffsichere Stefanie Gehring heraus.
Trainer Stephan Tritschel zeigte sich nach dem Spiel überglücklich: „Wir wurden heute aufgrund des Rumpfteams von nur sieben Spielerinnen und der hohen Niederlage zu Anfang der Saison in Leipzig und total unterschätzt. Wir haben aus einer guten, intensiven Verteidigung heraus unsere Angriffe sehr ruhig und organisiert gespielt."
Zuschauer 90
