Die 1.Regionalliga Basketballerinnen der TSH haben am vergangenem Sonntag die Tabellenspitze übernommen. Mit einem 52:57 – Auswärtssieg bei den Damen des großen Bayern München, haben sie sich mit einer Bilanz von 5:1 – Siegen vor ihre gesamte Konkurrenz geschoben. Die Münchnerinnen belegen nach der vierten Niederlage im vierten Spiel den zehnten und damit vorletzten Platz. Doch der Erfolg der Shorthorns war lange ungewiss, lagen sie zur Halbzeit noch mit 27:15 im Hintertreffen und drehten das Spiel erst durch eine leidenschaftliche Leistung in der zweiten Halbzeit.
Denn im ersten Viertel schien der Korb der Bayern wie vernagelt für die Herzogenauracherinnen. Ob daneben geschossene Dreier, Freiwürfe oder Korbleger nichts schien zu funktionieren. Die schlechte Quote der Aurachstädterinnen kam aber nicht aufgrund der guten Verteidigung der Münchnerinnen zustande, sondern schlicht aus der Mischung von mangelnder Konzentration nach der langen Anreise und Pech. Hinzu kam, dass die sich zuletzt in bestechender Form befindliche Tina Riegner schon nach zwei Minuten umknickte und nicht mehr mitspielen konnte. So gelangen den Shorthorns im ersten Viertel nur sechs Punkte, während die Münchner solide 15 auflegten und so nach dem ersten Viertel mit 14:6 führten.
Das zweite Viertel sollte jetzt etwas besser werden. Die beste Herzogenauracherin Ilona Brox(18 Punkte) konnte sich nun vermehrt in Szene setzen und punktete vor allem im Fast Break. Doch die Bayern hielten dagegen, insbesondere die souverän agierenden Katharina Zucht(18), die sich immer wieder in direkter korbnähe gegen ihre jeweilige Gegnerin durchsetzen und damit den Vorsprung der Gastgeberinnen bis zur Halbzeit auf 27:15 ausbauen konnte.
Zum dritten Viertel stellten die Aurachstädterinnen auf eine Ganzfeldzonenpresse um, damit sie mehr Druck auf die Münchener Aufbauspielerinnen ausüben konnten. Und dies gelang mit Bravour. Ein Turnover nach dem anderen wurde forciert und aus den Ballgewinnen entstanden leichte Fast Break Punkte. Vollstreckt wurde diese vor allem von Ilona Brox und der gut aufgelegten Kerstin Wägner. 26 Punkte gelangen den Shorthorns im dritten Viertel, sage und schreibe 11 mehr, als in der gesamten ersten Halbzeit und so konnten bis zur Viertelpause ausgleichen (41:41).
Die Münchnerinnen fanden nun gar keinen Rhythmus mehr und Laura Angerstein und Regine Brox übernahmen die Verantwortung in der Offensive. Die „aggressive Leaderin" Theresa Heinz pfkückte einen Rebound nach dem anderen und die Shorthorns gingen erstmals in Führung. Und diese gaben sie dann auch bis zum Spielende nicht mehr ab und gewannen schließlich verdient mit 57:52.
„ Wir haben heute die erste Halbzeit verschlafen und nicht die notwendige Energie für ein Regionalliga Basketballspiel aufgebracht. Dazu kam auch noch extremes Pech. Aber ich muss dem Charakter meiner Mannschaft loben, denn sie kamen mit einer unglaublichen Leidenschaft aus der Halbzeit und haben das Spiel sensationell gedreht. Nächste Woche steht ein richtiges Spitzenspiel gegen Leipzig auf dem Spielplan, in welchen wir dann über vierzig Minuten gefordert sein werden." So Trainer Markus Schönmüller nach dem Spiel.
Punkteverteilung: Angerstein 8; Brox R. 11; Brox I. 18; Friedmann; Heinz 7; Riegner; Wägner 11; Wittmann 2.
