Die Basketballdamen des TSV Nördlingen sind auch in der neuen Saison in eigener Halle eine Macht. Am Samstagnachmittag schlugen sie in der Mehrzweckhalle die bis dahin ungeschlagene Mannschaft des Erstligaabsteigers BBV Leipzig mit 70:60, nachdem es zur Halbzeit noch 30:30 remis stand. In dem sehr spannendem Spiel mit guten Leistungen auf beiden Seiten schieden die Einheimischen die Partie durch eine Superwurfleistung im letzten Viertel, das mit 25:10 endete.
Die Gäste aus Sachsen, die immerhin noch fünf Spielerinnen aus dem Erstligakader des Vorjahres in ihren Reihen haben, zeigten, dass sie technisch beschlagen sind und spielerisch noch viel Erfahrung aus der Erstligazugehörigkeit mit in die Regionalliga genommen hatten. Immer wieder hebelten sie durch geschicktes Ablegen auf die Mitspielerin die Verteidigung der Nördlinger aus. Mit Jenny Van Doorn haben sie eine Spielmacherin, die viel auf Tempo drücken kann und selbst immer wieder gefährlich zum Korb ziehen kann. Sie lieferte sich mit Fanny Szittya, ihrem Gegenpart auf Nördlinger Seite, ein spannendes Duell, das letztlich zu Gunsten der Jugendnationalspielerin auf Nördlinger Seite ausging. Dies vor allem auch, weil Szittya im letzten Viertel unglaublich sicher warf und am Ende mit vier Dreiern aus nur sechs Würfen auf 22 Punkte kam. Zwar hatten die Gegnerinnen mit den Geschwistern Maciej mit insgesamt sechs Dreiern auch sehr gute Dreierwerferinnen, doch mit Amelie Wittmann hatten die TSV-Damen im Endspurt eine weitere sichere Dreierwerferin und die Wurfausbeute der Nördlinger aus Nah- und Mitteldistanz war insgesamt deutlich besser. Neben Szttya warfen hier Teresa Kucera, Carina Högg und Kathie Veh hochprozentig und trugen viel zum Erfolg bei.
Beide Mannschaften lieferten sich ein sehr gutes Regionalligaspiel mit schönen Spielzügen, viel Tempo und deutlich mehr Offensive wie intensive Verteidigung. Allein die Zahl der Assists mit 18 auf Nördlinger und 13 auf Leipziger Seite zeigt, dass viele Ideen im Spiel beider Mannschaften waren. Wichtig für den Erfolg der Einheimischen war die Überlegenheit im Rebound, wo Carina Högg eine tolle Leistung zeigte. 17 -mal fischte sie sich den Abpraller, mit 11 Rebounds stand Kathie Veh ihr zur Seite.
Das Spiel begann mit einer schnellen Führung der TSV-Damen durch Kucera, die dreimal sicher traf. Doch Leipzig konterte postwendend mit Dreiern. Nach sehr unterhaltsamen ersten zehn Minuten führten die Einheimischen mit 17:14. Im zweiten Viertel intensivierten die Leipziger die Verteidigung in Form einer Presse im Vorfeld und hatten auch etwas Erfolg. In der 14. Minute lagen sie mit 23:17 vorne und die Nördlinger brauchten dann fast bis zur Halbzeitpause, um den Rückstand wieder aufzuholen. Ein toller Pass auf Högg brachte kurz vor der Pause wieder die Führung zum 30:28 zurück, zur Pause stand es 30:30. Was bis dahin auf TSV-Seite fehlte, waren die sicheren Distanzwürfe.
Gar nicht gut sah es dann im 3. Viertel für die Nördlinger aus, denn sie ließen zu viele Chancen aus und rannten ab der 27. Minute einem Rückstand hinterher. Zum Glück traf Amelie Wittmann in der Schlusssekunde dann ihren ersten Dreier zum 45:50-Stand nach dreißig Minuten.
Und spannend ging es weiter mit knapper Führung der Gäste bis 35. Minute. Dann wendete Fanny Szittya im Alleingang die Partie. Zwei Dreier und ein Zweier in Folge brachte die Führung zum 60:56 zurück, Leipzig zeigte Nerven und vergab Freiwürfe. Als Amelie Wittmann dann mit einem weiteren Dreier und einem mutigem Korbleger zum 65:58 erhöhte, war die Partie entschieden. Leipzig hatte längst seine gute Linie verloren und Nördlingen verwandelte Freiwürfe sicher. Ein toller Endspurt sicherte den zweiten Saisonsieg.
Für Nördlingen spielten: Brandner, Högg 12 (17 Rebounds), Kucera 15, Meyer 1, Szittya 22 (4 Dreier), Thalhofer 2, Veh 7 (11 Rebounds) und Wittmann 11(3 Dreier). Für Leipzig waren Tanja Maciej mit 19 und Tina Maciej mit 11 (jeweils drei Dreier) am erfolgreichsten.
