Die Shorthorns Version 2011/12 haben bewiesen, dass sie in dieser Saison absolute Finisherqualitäten haben. Mit 54:51 gewannen nämlich die 1.Regionalliga Basketballerinnen der TSH gegen den Basketball Club Erfurt. Vor dem Schlussabschnitt lagen die Schützlinge von Markus Schönmüller noch mit 10 Punkten im Rückstand(38:48), doch dann bauten sie eine wahre Defensivwand auf. Auf den kleinen Positionen wurde extrem Druck aufgebaut und sollte dann doch mal eine Erfurterin in Richtung Korb durchbrechen, war die überragende Lubica Cadordzic da und machte den Wurf der jeweiligen Gegenspielerin extrem schwer oder blockte ihn gar in Richtung Seitenauslinie ab. Somit belegen die Herzogenauracherinnen den vierten Tabellenplatz bei 2:1 - Siegen, die Thüringerinnen rangieren auf dem siebten Tabellenrang mit 1:1 - Siegen.
Von Beginn an dominierten die Erfurterinnen die Partie. Mit ihrem schnellen und schnörkellosen Spiel überrumpelten sie die Shorthorns Defensive ein ums andere Mal. Die starke Stephanie Süß netzte Punkt um Punkt und die Herzogenauracher versuchten mit wechselnder Verteidigung der Situation Herr zu werden. Allerdings gelang dies nur mäßig und so gingen die Erfurterinnen mit einer 14:22 Führung in das zweite Viertel.
Das zweite Viertel war eine Blaupause des ersten Viertels. Die TSH erlaubte sich viel zu viele Ballverluste im Spielaufbau und die Thüringerinnen nutzten die daraus resultierenden Schnellangriff gekonnt. Dabei taten sich vor allem Tanja Schäffner und Constanze Sakriß hervor, welche mit ihrer leichtfüßigen Art zu gefallen wussten. Die Shorthorns punkteten in dieser Phase hauptsächlich über Ilona Brox, die Verantwortung von außen übernahm, während unter dem Korb Lubica Cadordzic für Zählbares sorgte. Doch insgesamt konnten die Shorthorns die Erfurterinnen kaum beherrschen und dadurch führten diese zur Halbzeit mit 26:39.
In der zweiten Halbzeit sollte es nun den Aurachstädterinnen gelingen zumindest auf Augenhöhe mit den Gästen zu agieren. Beide Mannschaften tauschten Punkte aus, wobei sich keine Mannschaft einen klaren Vorteil erspielen konnte. Regine Brox ließ jetzt ihr Potential aufblitzen und vernaschte ihre Gegenspielerin unter dem Korb und fand Unterstützung in Sonja Hildel, die mit all ihrer Erfahrung die Mannschaft stabilisierte. So lagen die Shorthorns vor dem letzten Vietel nur mit 38:48 zurück.
Aber jetzt explodierten die Shorthorns förmlich. Mit einer sagenhaften Energieleistung unterbanden sie jegliches kreatives Spiel auf Erfurter Seite und zwangen diese so zu etlichen schwierigen Würfen. Die daraus resultierenden Rebounds sicherten sich Brox und Cadordzic und leiteten anschließend viele Schnellangriffe ein. So kamen die Herzogenauracherinnen Punkt um Punkt heran. Ilona Brox zog mit Foul zum Korb und machte ein spektakuläres Dreipunktspiel und Lubica Cadordzic setzte sich ebenfalls durch, sodass die Shorthorns in der letzten Minute die Führung übernahmen. Diese gaben sie bis zum Ende auch nicht mehr ab und schließlich gewannen die Aurachstädterinnen mit 54:51 und fielen sich glücklich in die Arme.
" Es lief heute in den ersten drei Vierteln alles andere als optimal. Aber meine Mannschaft hat absolut Moral bewiesen und ein sagenhaftes viertes Viertel gespielt. Ich denke, wir haben heute im vierten Viertel verstanden, wie wir in dieser Saison in der Verteidigung agieren müssen. Wir haben dieses Jahr mit Lubica Cadordzic erstmals einen richtigen defensiven Anker, der uns erlaubt extremen Druck auf die kleinen Positionen zu machen. Ich bin zuversichtlich, dass wir uns weiter in die richtige Richtung entwickeln werden." So Trainer Markus Schönmüller nach dem Spiel.
