Nachdem sich die Gastgeber in der Vorwoche gegen das Schlusslicht von München Basket 2 alles andere als mit Ruhm bekleckert hatten, standen die Vorzeichen vor dem heutigen Spiel auch nicht gut. Die beiden Neuzugänge Florian Fischer und Moritz Breitreiner standen aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung. So ergänzten Christian Sander aus der 2ten und Tim Heldmann aus der U18 den dünnen Kader. Auch die Gäste von der Säbener Str., die als Tabellenführer und Aufstiegskandidat anreisten, mußten mit Radosavljevic auf einen ihrer Topscorer krankheitsbedingt verzichten.
Zu Beginn des Spiels drückte Ekoemeye Kelubia von Bayern München 2 dem Spiel seinen Stempel auf und erzielte alle 6 Punkte zur 6-4-Führung nach drei Minuten. Aber Gröbenzell hielt von Beginn an dagegen und man spürte, dass die Jungs zum einen die bittere Niederlage bei München Basket 2 ausmerzen und zum anderen Ihren Heimnimbus mit 4 Siegen und 0 Niederlagen in der heimischen Wildmooshalle wahren wollten. So verhalf den Gastgebern ein 8-2-Run zur 12-8-Führung. Zwar stellten die Bayern kurze Zeit später wieder auf 13-12, aber ein 9-2-Run angeführt vom starken Playmaker Sam Scheurich brachte den Slamas mit 21-15 die verdiente Führung nach dem ersten Viertel. Schon hier deutete sich an, dass Bayern seine körperliche Überlegenheit nicht ausnutzten konnte und vor allem beim Offensiv-Rebound überhaupt nicht präsent war.
Im zweiten Viertel hielt dann der Bayern-Spieler Gebbeken seine Mannschaft im Spiel und erzielte alle seine 11 Punkte des Spiels in diesem Viertel. Gröbenzell ließ in dieser Phase offensiv etwas nach und vor allem 2 3er von Steinert konservierten die knappe 37-34-Führung 2 Minuten vor der Halbzeit. Mit zwei Unachtsamkeiten in der Verteidigung und einem überhastet abgeschlossenen Angriff in der Offensive ermöglichten die Slamas den Bayern aber noch die 38-37-Pausenführung.
Nach der Pause blieb das Spiel äußerst ausgeglichen und eng. Der Bayernaufbauspieler Fond markierte in dieser Phase zwei 3er für sein Team und 4 Sekunden vor Viertelende sorgte Fond mit seinem 3ten 3er von der Mittellinie über das Brett in den Korb für die 57-53-Führung für Bayern und für etwas Ernüchterung auf Seiten der Gastgeber.
Aber auch ein weiterer 3er von Fond im Abschlussviertel und die damit verbundene 62-55-Führung in der 2ten Minute konnten den Siegeswillen der Gastgeber nicht brechen. In der Verteidigung konnten die Slamas jetzt zwei Gänge zulegen und in der Offensive wurde jetzt immer wieder Center David Heinrich gesucht und gefunden.So kamen die Gröbenzeller mit einem 8-3-Run auf 63-65 ran und Pablo Mendez sorgte mit einem 3er zum 66-65 für die umjubelte Führung. Bei Bayern lief in dieser Phase nichts mehr und mit einem 3er von Steinert und einem 2er von Heinrich bauten die Slamas die Führung eine Minute vor dem Ende auf 71-65 aus. Doch jetzt dachten die Jungs wohl etwas zu viel über einen Sieg gegen den Tabellenführer nach und Bayern verkürzte in zwei Angriffen und mit 30 Sekunden auf der Uhr auf 69-71. Nach einem harten Foul vom Bayern-Spieler Fond an Scheurich entschieden sich die Schiedsrichter gegen ein unsportliches Foul und für Einwurf Seite. Doch Fond holte sich im nächsten Angriff ein technisches Foul ab und es gab zwei Freiwürfe und Ballbesitz für Gröbenzell. Aber Sam Scheurich zeigte Nerven an der Linie und verwarf beide Würfe. Und auch der anschließende Angriff der Slamas brachte nichts Zählbares. Auf der Gegenseite wurde Fond 10 Sekunden vor dem Ende gefoult, verwarf aber ebenfalls beide Freiwürfe. David Heinrich sicherte sich den Rebound und sieben Sekunden vor dem Ende wurde abermals Scheurich an die Linie geschickt. Der Erste war drin, der Zweite ging daneben und Bayern holte sich den Rebound. Somit hatten die Gäste bei einer 72-69-Führung der Gröbenzeller die Chance mit einem 3er auszugleichen. Doch Rogers traf nur das Brett und so konnten die Gröbenzeller den vielumjubelten Sieg feiern.
Fazit:
Dank einer engagierten und couragierten Leistung konnte der Tabellenführer verdient bezwungen werden. Man hatte von Anfang an das Gefühl, dass die Slamas den Sieg mehr wollten und auch bereit waren mehr dafür zu tun. Vor allem die geringe Anzahl der Turnover (nur 6 Stück) und die Überlegenheit beim Defensiv-Rebound gegen die körperlich überlegenen Bayern waren mit Sicherheit die Schlüssel zum Erfolg. Nun geht es in die verdiente Winterpause, ehe am 14. Januar das letzte Spiel der Hinrunde bei der BG Leitershofen 2 auf dem Programm steht.
Spieler SJ Gröbenzell:
David Heinrich (17), Florian Steinert (14), Samuel Scheurich (13), Pablo Mendez Cabanne (10), Marcel Schnieber (7), Lion Gorgas (5), Christian Sander (3), Maximilian Teschemacher (3), Tim Heldmann (0), Moritz Breitreiner (0)
Gegner: K Ekoemeye (18), F Fond (14), T Gebbeken (11), A Ekambi Eyango (8), W Rogers (8), A Dioubaté (5), S Petersen (3), J Kögler (2), S Ebertz (0), J Minges (0), F Schuck (0)

