In einem unspektakulären und nicht besonders ansehnlichen Spiel kehrte die BGL mit einem 70:55 Heimsieg gegen München Ost nach zwei Niederlagen wieder in die Erfolgsspur zurück. Damit bleibt nach dem wenig erfolgreichen Ausflug in die Augsburger Sporthalle von letzter Woche zumindest die Heimbilanz in der Osterfeldhalle makellos.
Beide Teams mussten in Unterbesetzung ins Rennen. Bei München Ost fehlten mit van Overmeir, Oswald und Rzegocki drei der vier besten Scorer. Der BGL gingen Kapitän Adam Suslowicz, Micha Golla und Hannes Bachmann ab, während Sebastian Woelki und Daniel Hamberger angeschlagen auflaufen mussten. Von Anfang an zogen beide Teams ein Spiel auf, das beinahe die wenigen, tapferen Zuschauer aus der Osterfeldhalle getrieben hätte. Die Heimmanschaft wusste die Gäste dabei leistungstechnisch durch noch mehr Turnover, Fehlwürfe und pomadige Defense sogar deutlich zu unterbieten, so dass München Ost bis zur 10. Minute einen 6:10 Vorsprung halten konnte. Erst dann steigerten sich die Red Kangaroos in der Verteidigung und fanden im Angriff vermehrt ihre großen Spieler. Doch dieses kurze Hoch sollte durch ein unbedachtes T-Foul wieder gebremst werden und so konnten die Münchner in der 16. Minute ihre dann letztlich doch letzte Führung bejubeln (21:22). Die Gastgeber fanden nun über Fast-Breaks und v.a. Ralf Erhart den Erfolg und konnten bis zur Pause dann doch wieder einen 32:26 Vorsprung einfahren.
Nach der Pause agierten die Red Kangaroos druckvoller in der Defense und spielten zügiger nach vorne. Resultat war, dass man sich schnell zweistellig absetzen konnte. Doch immer wieder ließ man die Gäste wieder herankommen und konnte sich ausschließlich bei Sören Klein bedanken, der eine überragende Defensivleistung bot und schlimmeres verhinderte. So rettet man vier Punkte Vorpsprung ins letzte Viertel (46:42). Hier punktete die BGL schnell über alle ihre vier Big Men, während Ost nun merklich Kraft und Ideen ausgingen. Letztlich versetzte mit Dennis Behnisch der jüngste BGLer den Gästen mit zwei Dreiern in Serie den Gnadenstoß.
Fazit: die Heimmannschaft konnte nicht wirklich überzeugen, aber dennoch verdient und nach den ersten 15.Minuten auch ungefährdet mit 77:55 den siebten Saisonsieg einfahren.

