Was für ein Auftakt für die Landsberger Basketballer. Nachdem man die Gäste aus Rosenheim anfangs dominierte, musste man im letzten Viertel einem Rückstand hinterherlaufen und schaffte erst Sekunden vor Schluss den Ausgleich. Im ersten Spiel ging es also gleich in die Verlängerung und hier hatten die Landsberger den längeren Atem: Mit 84:75 setzten sie sich durch und feierten einen perfekten Start in die neue Punktrunde.
Trainer Roman Gese hatte nicht zu viel versprochen: Auf dem Feld steht eine Mannschaft, die sich zerreißt. Das zeigte sich vor allem in der Schlussphase. Anfangs taten sich die Landsberger nämlich noch relativ leicht. Bereits nach drei Sekunden konnte das Team Heimerer Schulen die ersten beiden Punkte durch Miga Migala verbuchen und anschließend spielte man Rosenheim im Angriff fast schwindlig – keine drei Minuten waren vorbei und Landsberg führte 8:0.
Doch dann kam die erste Schrecksekunde: Josef Egger, der Xaver Egger auf der Spielmacherposition ersetzte, knickte um und konnte nicht mehr spielen. Kasi Berisha, der Neuzugang aus Meitingen, kam damit früher zum ersten Einsatz als vermutlich geplant. Im Spiel der Landsberger gab es aber keinen Bruch – im Gegenteil. Berisha wirbelte über das Feld und fügte sich nahtlos ein. Erst nach knapp fünf Minuten kamen die Gäste per Freiwurf zu den ersten Punkten (13:2). Nun stellten sie sich besser auf das Spiel der Gastgeber ein und so stand es nach dem ersten Viertel 26:21. Bis zur Pause konnten die Landsberger die Führung verteidigen, doch es wurde knapp – HSB lag nur mehr 48:46 vorne.
Im dritten Abschnitt ging Rosenheim nach knapp zwei Minuten auch erstmals mit 51:48 in Führung. Auf beiden Seiten nahm die Treffsicherheit ab, wobei die Landsberger immer wieder einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Erst Sekunden vor Schluss stellte Miga Migala mit einem Dreier auf 65:63.
Der letzte Abschnitt war kurios: Acht Punkte für Landsberg und 10 für Rosenheim sprechen für sich. Dabei hätten die Landsberger die Chance gehabt, davonzuziehen, als gegen Rosenheim ein technisches Foul verhängt wurde: Zwei Freiwürfe plus Ballbesitz hätten für einen kleinen Vorsprung gereicht, stattdessen bauten die Gäste per Freiwurf ihre Führung acht Sekunden vor Schluss auf drei Punkte aus (70:73). Für Landsberg ging es nun um alles oder nichts – und Lorenz Hüper behielt die Nerven. Praktisch mit der Schlusssirene verwandelte er von der 3-Punkte-Linie und es ging in die Verlängerung.
Hier machten zwar die Gäste die ersten Punkte, doch dann konterte das Team Heimerer Schulen. Und als es erneut ein technisches Foul gegen Rosenheim gab, wurde dies eiskalt ausgenutzt: Marco Geidosch verwandelte die Freiwürfe und Landsberg lag knapp zwei Minuten vor Ende der Verlängerung mit 80:75-Führung. Als die Gäste dann auch nur mehr zu viert auf dem Feld standen – drei Spieler hatten fünf Fouls, ein weiterer fiel verletzt aus, ließ sich das Team von Roman Gese das Spiel nicht mehr aus der Hand nehmen. Besser hätten es sich die Basketballer kaum wünschen können: schöne Spielzüge, Spannung bis zum Schluss – und dann auch noch ein Sieg. (mm)
HSB Landsberg: Migala (20), Hüper (15), Teichner (12), Peters (11),
Rosenheim: Greiser (20), Fliege (18), Hlatky C. (14)

