regensburg-basketsBeim Heimspiel gegen Nürnberger BC II sei realistisch gesehen nichts zu holen, meinte Regensburg Baskets Trainer Markus Höß vor dem Spiel. Doch dank 26 Punkten von Johannes Wießnet und einem 79:74 Sieg schafften die Regensburger eine kleine Sensation in der 2. Regionalliga. „Es ist eigentlich toll, wenn meine eigene Mannschaft mich überraschen kann – positiv. Ich freue mich wenn ich mich irre," so Höß am Samstag nach dem zweiten Sieg der Saison – beide in der Königswiesener Halle. „Wir haben mit Herz gespielt. Wir haben überzeugt. Wir haben in der Defense gekämpft.

"Nach fünf Spieltagen stehen die Baskets mit zwei Siegen bei drei Niederlagen punktgleich gleich mit USV Jena auf Rang neun in der Tabelle, ein Sieg vor DJK Eggolsheim sowie TSV Breitengüßbach III und zwei Siege mehr als BBV Leipzig. Die Nürnberger haben mit drei Siegen und zwei Niederlagen die Gleiche Bilanz wie vier andere Mannschaften. Gegen den Aufstiegskandidat aus Nürnberg punktetten mit Thomas Gajzur (16) und Jan Sauer (12) 2 weitere Spieler zweistellig für Regensburg.

Die Baskets führten 16 Punkte im dritten Viertel mussten aber bis zum Ende, als die Nürnberger sich bis auf 4 Punkte heran gekämpft haben, zittern. Der Vorsprung war 78:74 bei noch 18 Sekunden zu spielen als Wießnet einen Korbversuch von Nürnbergs Josip Prgic blockte. Danach konnte Peter Sohn mit 10 Sekunde vorm Ende einen Freiwurf zum Endstand erzielen. Mit Blick auf das Saisonziel Klassenerhalt war der Sieg über den haushohen Favorit NBC „immens wichtig" laut Höß: „Das war ein Sieg mit dem man nicht unbedingt rechnen kann und deshalb im Kampf um den Klassenerhalt doppelt zählt." Eine Sensation sagte Sohn: „Der Sieg war erst mal sauwichtig. Es zeigt dass wir doch wohl in der Liga angekommen sind. Ich habe eher mit einer 30 Punkte Niederlage gerechnet." „Dadurch dass es so unerwartet war ist es natürlich super," meinte Baskets Abteilungsleiter Alexander Ziegler. „Wir haben vorher gesagt wir wollen gut aussehen und lernen gegen die Mannschaft. Dass wir gewonnen haben ist Wahnsinn."

Die Nürnberger führten mit 18:22 nach dem ersten Viertel. Regensburg hatte eine starke Phase im zweiten Viertel als ihnen 14:4 Lauf gelang und sie die Führung auf sieben Punkte ausbauten (38:31). Zur Halbzeit führten die Baskets 45:40. Regensburg machte die ersten acht Punkte der zweiten Halbzeit und lag 53:40 vorn. Sauers Korb mit 2:30 noch im dritten Viertel baute die Baskets Führung auf 69:53 aus. Angeführt von Yasin Turan kam Nürnberg bis auf 69:59 nach 30 Minuten zurück. Der Vorsprung war auf 69:63 geschmolzen bevor Gajzur endlich wieder für die Baskets punktete – fünf Minuten nach Sauers Korb. Die Baskets hatten Probleme, ihr Offensivspiel durchzuziehen, trafen aber fünf von sechs Freiwürfen um den NBC fernzuhalte – 78:74 – vor dem wichtigen Block von Wießnet, der am Sonntag sein 21. Geburtstag feierte. Prgic erzielte 25 Punkte für NBC. Turan machte 16 und Manuel Imamovic hatte 10 Punkte bei der Niederlage. Am Ende könnte die Mannschaft mit ihren Fans feiern.

Ungefähr 130 Zuschauer kamen und waren eine große Hilfe, laut Sohn: „Mit Stimmung macht es einfach viel mehr Spaß. Man hat sich kaum verständigen können. Das ist auch für uns eine ganz tolle Sache, wenn viele Leute kommen." Zu der Frage ob die Königswiesener Halle zu ein Hexenkessel für gegnerische Mannschaften werden könnte, antwortet Sohn: „Wenn es so weiter geht, dann auf jeden Fall. Dann wird es schwer für andere Mannschaften bei uns zu gewinnen."